Unternehmenskultur im Home Office schaffen 
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Unternehmenskultur im Home Office schaffen 

Natalie Ediger Von Natalie Ediger

Blogpost "Unternehmenskultur im Home-Office"

Wege für eine effektive Company Culture im Home Office 

Keine Lust auf Lesen? Hier geht’s zum Podcast “Wege für eine effektive Company Culture im Home Office”.

Die Unternehmenskultur ist de Grundlage für ein erfolgreiches Wachstum. Und mit Unternehmenskultur meinen wir weit aus mehr, als eine Ping-Pong Platte im Pausenraum, ein paar Discounts für den nächsten Einkauf oder ein kostenloses Frühstück bei gutem Umsatz. Die Kultur umfasst die Werte, Normen, Sitten sowie das gesamte Unternehmensnetzwerk und ist das Herzstück, welches das Unternehmen am Laufen hält. Nur wenn das gesamte Team die Unternehmenswerte gleichermassen vertritt, gelingt es am selben Strang in Richtung Ziel zu ziehen.

So, wie sieht es aber in Unternehmen aus, die ortsunabhängig aufgestellt sind?  Ist dies überhaupt möglich? Oder geht das Gemeinschaftsgefühl verloren? 

Dran bleiben, in diesem Artikel erklären wir, wie sich eine intensive Unternehmenskultur auch im Home Office etablieren lässt. 

Kommunikation als Basis Grundlage 

Wir haben bereits oft betont, dass eine effektive Kommunikation das absolute A und O ist. Ohne einer guten Kommunikation wird auch die beste Company Culture schnell zu Bruch gehen. Man sollte ein Arbeitsklima schaffen, in welchem der Mitarbeiter seine Meinung frei äussern kann und jederzeit die Möglichkeit hat Fragen zu stellen.  

Wählen Sie daher Kommunikationstools, die mit Ihrem Team und der Kultur, die Sie verfolgen im Einklang sind sowie einen schnellen Informationsaustausch ermöglichen. Je lockerer sich die Kommunikation intern gestaltet, desto motivierter wird jeder einzelne Mitarbeiter sein sich in diese einzubringen.

Viele Manager befürchten, dass zu viele Privatchats das Team unproduktiv machen oder man schnell die Professionalität ausser Acht lässt. Und genau das ist der Fehler. Gerade im Remote Work ist es sehr wichtig ein wenig Raum für privaten Gesprächsstoff zu schaffen, um zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Tratschen, Lachen, vielleicht ein wenig Gossip hier und da, Ironie und Flachwitze – diese Elemente machen das traditionelle Office Environment aus. 

Man spricht sogar vom sog.  “Watercooler Effect” (dt. in etwa “Wasserspender Effekt”) – ein Phänomen, bei welchem sich die Mitarbeiter um den Wasserspender im Büro versammeln und unterhalten. Der Wasserspender steht somit als Symbol für das Zusammentreffen und die sozialen Kontakte auf dem Arbeitsplatz. Und auf diesen “Wasserspender” sollte man auch im Home Office nicht verzichten.

Kreieren Sie Chats bzw. Threats ausschliesslich für persönliche, “fun” oder “random” Themen. Einem Kollegen ist eine lustige Panne unterlaufen? Das möchten wir hören! Sind Sie auf paar inspirierende Worte gestossen, die dem gesamten Team gut tun würden? Immer her damit! Bei all der Seriosität und dem Verantwortungsbewusstsein im Job, ein wenig Humor, Memes und Bedtime Stories machen uns alle humaner und verbinden uns auf persönlicher Ebene. Planen Sie auch bei einem Videocall ein wenig Zeit für einen Smalltalk ein, bevor Sie sich in das eigentliche Thema stürzen. 

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Teambuilding aktiv fördern 

Im Büro gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um mit dem Team auf privater Ebene zusammenzukommen und Freundschaften zu schliessen. Auch im Homeoffice sollte das Teambuilding nicht zu kurz kommen.  Hierfür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: 

Gemeinsame Online Aktivitäten: Um den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, sich auch in der Freizeit auszutauschen, können Aktivitäten online geplant und durchgeführt werden. Beispielsweise kann ein virtueller Filmabend organisiert werden, indem ein Film via Twitch gestreamt wird und das Team sich via Gruppenchat dazu austauschen kann.

Virtueller Feierabend: Eine weitere Möglichkeit das Team besser kennenzulernen und die Beziehungen zu festigen sind virtuelle Feierabende. Hierbei trifft sich das ganze Team via Videokonferenz-App und tauscht sich in einer lockeren Atmosphäre beim Feierabendbier aus.

Retreat: Auch wenn sich online viele verschiedene Möglichkeiten anbieten, um die sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten, irgendwann werden wir uns alle nach menschlicher Nähe sehnen. Aus diesem Grund sollte auch auf jährliche oder halbjährliche Company Retreats nicht verzichtet werden. Die gesamte Firma trifft sich zB. für eine Woche lang und arbeitet und lebt physisch am selben Ort. So lernt man sich kennen, findet Freunde und geht gestärkt und motiviert wieder ins Home Office zurück. Company Retreats haben auch bei Cleverclip eine grosse Tradition und wir treffen uns jedes Jahr aufs neue gemeinsam irgendwo auf der Welt

Persönlichen Kontaktaustausch ermöglichen 

Das eigene Team zumindest teilweise persönlicher kennenzulernen ist eine Grundvoraussetzung für eine effektivere Zusammenarbeit. Wenn man jeden Tag neben einem Kollegen im Büro sitzt, bekommt man, ohne es gezielt zu versuchen, im Handumdrehen ein Überblick zu der Person und ihren Charakterzügen. Da dies im Home Office nicht der Fall ist, sollte man gezielt versuchen ein Team aufzubauen, welches auch auf persönlicher Ebene zusammenhält. Neue Mitarbeiter können zB. ein kurzes Vorstellungsvideo drehen und auch auf persönliche Interessen und Hobbies eingehen. Idealerweise motivieren Sie das gesamte Team dazu, individuelle Gespräche mit den neuen Mitarbeitern zu organisieren, damit jeder die Chance hat sich kurz austauschen. 

Aber auch bei dem bestehenden Team ist es wichtig den regelmässigen Kontakt zu pflegen. Meistens tendiert man dazu nur mit Kollegen aus dem eigenen Department zu schreiben. Was im Accounting los ist, interessiert das Marketing nicht. Und die “Number-Crunchers” wollen nichts von den Werbeleuten hören. Als Führungskraft sollte man deswegen alle Departments immer wieder zu einem virtuellen Meeting vereinen, sodass jeder die Chance hat die Person hinter dem jeweiligen Jobtitel kennenzulernen.

Transparenz und Vertrauen schaffen 

Das wahre Geheimrezept für eine wirklich effektive Company Culture ist Vertrauen. Nur wenn sich jeder Mitarbeiter  auf die gegenseitige Hilfe verlassen kann und dem Kollegen bzw. der Kollegin vollstes Vertrauen schenkt, entsteht genau das Arbeitsklima, welches man sich im Unternehmen wünscht. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, welche Werte auf einem Stück Papierchen stehen oder ob es ein Ping-Pong Table im Büro gibt. Vertrauen und eine gute Chemie zwischen den einzelnen Mitarbeitern kreieren die stärkste Bindung, die man sich nur vorstellen kann. 

Insbesondere bei einem Remote Team ist es daher wichtig absolute Transparenz zu schaffen, das Team stets über Updates sowie wichtige Entscheidungen zu informieren, die sowohl jeden einzelnen Mitarbeiter als auch das gesamte Unternehmen beeinflussen könnten.

Fazit: Company Culture im Home Office 

Eine effektive Unternehmenskultur im Home Office zu schaffen ist auf jeden Fall eine Herausforderung und bedarf viel persönlichen Einsatz und Motivation. Mit der richtigen internen Kommunikation sind aber Company Culture und Teamspirit im remote Office genauso gut wie im traditionellen Office möglich. Wenn nicht sogar besser… . Warum? Ich denke, wer es schafft ein Gemeinschaftsgefühl und Company Spirit, trotz vielen Kilometern Entfernung zwischen den Mitarbeitern aufzubauen, der hat ein wahres Team gebildet, welches selbst in schwierigen Lagen gemeinsam in Richtung Unternehmensziel geht. 

Das Zitat von den “Remote”-Autoren Jason Fried und David Hansson, trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf: “Man braucht nicht alle physisch vereint, um eine starke Unternehmenskultur zu schaffen. Die besten Kulturen entstehen aus den Handlungen, die die Menschen tatsächlich ergreifen.”

Und an dieser Stelle geht mein grosses Dankeschön an all meine verrückten Kollegen und Kolleginnen von Cleverclip, die immer wieder beweisen, dass der Teamspirit,  trotz grosser Entfernung, auch immer weiterlebt.

Sie möchten mehr zum Thema “Remote Work” lernen? Dann schauen Sie auf unserem Blog vorbei oder kontaktieren Sie uns. 

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