Was ist Strategiekommunikation?
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Was ist Strategiekommunikation?

Marc Bachofner Von Marc Bachofner
Kommunikation
Management

Strategiekommunikation darf nicht mit der Kommunikations- oder sogar der Unternehmensstrategie verwechselt werden. Die Strategiekommunikation konzentriert sich ganz auf die Frage: «Wie kommunizieren wir unsere Unternehmensstrategie unseren Mitarbeitenden, damit sie sie verstehen und danach handeln?».

Strategiekommunikation ist mit moderner Technologie kommunikativer denn je

Mit der Unternehmensstrategie geben Sie Ihrem Unternehmen eine Richtung, ein Ziel. Und Sie definieren ganz klar, wieso Sie diesen Weg beschreiten und wie genau Sie nicht vom Weg abkommen. Diese kurze Zusammenfassung reicht schon, um die Wichtigkeit der Strategiekommunikation zu zeigen. Ihr Unternehmen wird sich nur wie von Ihnen gewünscht entwickeln, wenn auch wirklich jedes Zahnrad mitmacht – und das passiert nur mit einer gelungen Strategiekommunikation. Sie werden Ideen und Anregungen finden, die Strategiekommunikation mit Webdesign, interaktiven Infografiken oder auch Landingpages in Verbindung bringt. Was Sie davon mitnehmen wollen, ist Ihnen überlassen.

Inhaltsverzeichnis

Ziel der Strategiekommunikation

Das Ziel einer Strategiekommunikation ist meistens gleich: Mitarbeitende sollen nachhaltig, autonom und im Sinne des Unternehmens handeln. Was die wichtigsten Aussagen hier sind? Schauen wir es uns an:

Nachhaltigkeit

Hier geht es nicht um die Minimierung der CO2-Bilanz oder des CO2-Fussabdruckes Ihres Unternehmens. Hier geht es darum, dass Sie Ihre Strategiekommunikation langfristig und nicht nur in einer Übergangsphase (z. B. einige Monate vor und nach einer Fusion) pushen. Ihre Strategiekommunikation wird kurz nach dem Start den höchsten Bekanntheitsgrad bei Ihren Mitarbeitenden erreichen. Danach wird es langsam bergab gehen – das ist normal und nicht weiter bedenklich. 

Was Sie aber sehr wohl bedenken müssen, ist der minimale Bekanntheitsgrad, den Sie erlauben. Wenn Ihre Strategiekommunikation von einer Kampagne getragen wird, die vielleicht einen Monat dauert, dann können Sie sicher sein, dass sechs Monate später niemand mehr so recht weiss, was Sie sagen wollten.

Um eine nachhaltige Strategiekommunikation durchzuführen, die auch Mitarbeitende, die noch gar nicht bei Ihnen angefangen haben, überzeugt, müssen Sie auf langfristige Medien zurückgreifen. Sie werden den Effekt und den Bekanntheitsgrad, die von einem gut durchdachten Event kommen, nicht mehr erreichen, aber können dafür sorgen, dass das langfristige Verständnis erhalten bleibt. 

Autonom und im Sinne des Unternehmens

Bei der Strategiekommunikation präsentieren Sie Ihren Mitarbeitenden, wohin Sie mit dem Unternehmen wollen und wie Sie das erreichen wollen. Darin enthalten ist ein strategischer Leitfaden, wie das Unternehmen agieren soll. 

Zum Beispiel soll das Unternehmen mehr auf Innovation setzen, also sich bei Projekten auch mal aus der Komfortzone wagen, aber dennoch den ROI im Auge behalten. Oder das Unternehmen soll mehr auf die Umwelt achten, Projekte klimafreundlicher angehen und mögliche interne Verbesserungen anstreben. Gehen wir jetzt davon aus, dass Ihre Strategiekommunikation erfolgreich verlaufen ist und alle Mitglieder Ihres Teams danach leben und handeln. Wenn Sie nun ein Projekt starten, dann werden Sie feststellen, dass alle Beteiligten automatisch im Sinne des Unternehmens agieren. Sie können also Ihre Mitarbeitenden selbständiger arbeiten lassen und wissen, dass Sie mit Ihrem Team Ihren Teil zum Erfolg des Unternehmens leisten.

Der Weg einer erfolgreichen Strategiekommunikation

Die Strategiekommunikation vermittelt ein Ziel und den Weg dahin. Es ist fast schon ironisch, dass das Vermitteln eines Ziels und Weges auch ein Ziel und Weg benötigen. Wenn wir das philosophisch weiter herunterbrechen, landen wir beim Sinn des Lebens oder bei der Frage was zuerst war: das Huhn oder das Ei. Belassen wir es doch auf einem relevanten Niveau und betrachten den Fakt, dass eine Strategiekommunikation auch ein Ziel und einen Weg hat.

Führungskräfte schon bei der Strategieplanung einbinden

Die Unternehmensstrategie kommt von ganz oben. Die Unternehmensführung entscheidet damit, wie sich das Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig entwickeln soll. Das macht soweit Sinn. Sobald es zur Strategiekommunikation kommt, wird dann der gesamten Belegschaft mitgeteilt, wie die Unternehmensstrategie aussieht. Das können die Mitarbeitenden mehr oder weniger verstehen. Eine zu 100 Prozent erfolgreiche Strategiekommunikation gibt es nicht, wir wollen uns da gar nichts vormachen. Und die Mitarbeitenden können auch nicht einfach alle das persönliche Gespräch mit der Unternehmensführung suchen, denn dann wird die Zeit zu einem ziemlichen Problem.

Zum Glück besteht ein Unternehmen aus mehreren Schichten. Sie können Führungskräfte, wie zum Beispiel das mittlere Management, schon früh in die Strategieplanung miteinbeziehen und Feedback erhalten. Es liegt in Ihrem Interesse, wenn Sie an Schlüsselposition im ganzen Unternehmen Menschen haben, die auch andere von Ihrer Vision überzeugen können. Sollten nun Mitarbeitende Fragen oder Anmerkungen haben, dann können sie sich einfach an Ihre Vorgesetzten wenden und diese haben wiederum auch die Zeit, auf die Anliegen einzugehen.

Führungskräfte mit Vorbildfunktion

Wenn ich Sie davon überzeugen will, dass Sie Ihren Abfall trennen sollen und dabei selbst alles einfach in eine Tonne werfe, dann werden Sie skeptisch. Ihren Mitarbeitenden geht es nicht anders.

Eines der fundamentalsten Wörter, wenn es um Strategiekommunikation geht, ist: Einsatz. Sie selbst und alle Führungskräfte müssen die Unternehmensstrategie mit Leib und Seele personifizieren. Ihre Führungskräfte werden in diesem Moment zu Vorbildern. Mit ihnen steht und fällt der Erfolg Ihrer Strategiekommunikation. Wenn sie nicht vor Überzeugung platzen, dann machen sie etwas falsch. Sie müssen in der Lage sein, Mitarbeitende zu überzeugen und, fast wichtiger noch, Mitarbeitende verstehen zu lassen, wieso Ihre Vision die richtige ist und wieso alle genau nach dieser handeln sollten. Natürlich übertragen Sie die Aufgabe der Strategiekommunikation nicht auf Ihre Führungskräfte, aber Sie schaffen sich ein weiteres Medium, das den Erfolg garantiert.

Strategie, Ziele und Aktivitäten den Mitarbeitenden verständlich machen

Oft sprechen verschiedene Abteilungen eine gänzlich andere Sprache. Ich spreche hier nicht über Spanisch oder Französisch, ich spreche von Arbeitssprache. Das Lager und der IT-Support, der Verkauf und die Buchhaltung, das obere Management und das mittlere Management – alle wichtigen Teile Ihres Unternehmens, die aber jeweils in einer anderen Arbeitssprache kommunizieren. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihre Strategie und Ziele soweit herunterbrechen müssen, dass die Arbeitssprache nur noch in bestimmten Situationen eine Rolle spielt.

Versuchen Sie, Ihre Vision in ein oder zwei Sätzen wiederzugeben. Befragen Sie dann Ihre Mitarbeitenden und schauen Sie, ob Ihre Botschaft richtig angekommen ist oder nicht. Wenn nicht, dann müssen Sie nochmals über die Bücher. Aber wenn die Botschaft ankommt, dann wissen Sie, dass Ihre Vision für alle verständlich ist. Hier gilt ganz klar: Die Vision darf beispielsweise für die IT anders aussehen als für den Verkauf – es darf Nuancen geben, die bereichsspezifisch sind. Also achten Sie beim Testen, dass Sie Mitarbeitende aus den richtigen Bereichen befragen, um auch herauszufinden, ob Ihre Botschaft wegweisend auf sie wirkt oder nicht.

Zur Verständlichkeit gehört nebst der effektiven Vision und Botschaft auch die Art der Vermittlung. Was das genau bedeutet, schauen wir uns im nächsten Abschnitt genauer an.

Medien für eine gelungene Strategiekommunikation

Bei Strategiekommunikation gibt es ein Horrorszenario: Kurz vor Feierabend müssen Sie in einen bestuhlten Saal mit Bühne traben. Es sind Leute aus allen Bereichen da, für Sie interessant sind einfach Ihre Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen. Sie quatschen noch kurz zusammen und setzen sich dann. Jeder Stuhl ist besetzt, ob das einfach nur Glück oder faule Präzision war, wissen Sie nicht. Auf der Bühne sind die wichtigen Personen stationiert. Jemand begrüsst alle Anwesenden und startet eine Präsentation. Es geht um die Zukunft Ihres Unternehmens und wie «jeder und jede einen Teil beitragen kann». Die Person auf der Bühne liest weiter von Karten und den Präsentationsfolien ab, während einige Besucher bereits in ihren Smartphones verschwunden sind. Sogar einige der wichtigen Leute auf der Bühne senken den Kopf. Für ein Nickerchen oder die neuesten Schlagzeilen? Wer weiss. Nach einer unbestimmten Zeit und einem Applaus können Sie dann endlich mit den Worten «auf dass wir sie alle ab morgen mit neuer Vision begrüssen dürfen» nach Hause.

Zum Glück gibt es nur noch vereinzelt Geschichten von solchen Strategiekommunikationsevents. Aber sie dienen noch immer gut als Mahnmal für jeden und jede, die nach Wegen und Medien für eine gelungene Strategiekommunikation suchen. Versuchen Sie nicht mit nur einem einzigen Monster-Event Ihre Mitarbeitenden überzeugen zu wollen. Das werden Sie schlicht und einfach nicht schaffen. Es kommt auf den Einsatz von verschiedenen Medien an und dass Sie einen klaren Plan verfolgen, indem alle Medien aufeinander abgestimmt sind.

Mitarbeitendenversammlungen

Genau wie bei unserem Horrorszenario geht es bei Mitarbeitendenversammlungen darum, möglichst alle oder einen Grossteil Ihrer Mitarbeitenden an einem Anlass von Ihrer Vision zu überzeugen. Der Vorteil hier: Sie sprechen persönlich zu vielen Mitarbeitenden auf einmal. Und was noch ein weiterer Vorteil ist: Sie können die Versammlung ausschmücken, wie Sie wollen.

Gehen wir auf den Vorteil des persönlichen Kontakts ein: Sie und Ihre Führungskräfte werden an dieser Versammlung den weiteren Mitarbeitenden von Ihrer Vision und Ihrer Botschaft erzählen. Sie können Ihnen live Ihre Begeisterung und Ihre Überzeugung zeigen. Das gibt Ihnen die Gelegenheit, in Ihren eigenen Worten den neuen Weg zu beschreiben und wieso er das gesamte Unternehmen ans Ziel führen wird. Unterschätzen Sie niemals den Effekt einer ehrlichen Rede, denn Ihre Mitarbeitenden werden nicht nur Ihre Vision verstehen, sondern auch gleich Sie als Person mehr wertschätzen und achten.

Und wie schmückt man eine Versammlung passend? Nun, man nutzt den einfach Trieb des Gehirns unterhalten zu werden. Wenn Sie viele Mitarbeitenden an eine Versammlung holen, dann stellen Sie sicher, dass die Mitarbeitenden auch unterhalten werden. Sobald Ihnen langweilig wird, können Sie Ihre Vision vergessen. Unterhaltung bedeutet nicht, dass Sie ein Konzert oder einen Zirkus organisieren müssen… wäre aber ziemlich cool. Sorgen Sie zum Beispiel für Getränke und Snacks und Sie könnten auch ein Hau den Lukas mieten, das Sie ganz im Sinne Ihrer Vision verändern. Wie wärs, wenn die Mitarbeitenden mit dem Hammer einen Haufen Papier einstampfen – je härter sie schlagen, desto mehr Papier haben sie gespart – und dann sehen, wie viele Bäume sie so retten können. Oder Sie können auch auf Bildschirmen ein Video Ihrer Vision laufen lassen oder mit QR-Codes die Anwesenden auf eine Website mit den wichtigsten Informationen schicken. Sie müssen Ihren Mitarbeitenden nicht das Erlebnis ihres Lebens bieten, aber Sie dürfen sich schon Mühe geben. Und nicht vergessen: Wir nehmen auch unterbewusst Dinge wahr. Also ist ein Teil der Vision auf den Bierdeckeln auch keine verkehrte Idee.

Webdesign

Das Wunder Internet hat uns viele gute wie auch schlechte Dinge beschert. In diesem Fall haben wir wieder etwas Gutes gefunden. Sie können Ihren Mitarbeitenden ein kleines Erlebnis bieten, indem Sie Ihre Unternehmensstrategie in eine Website einbauen. Zum Beispiel könnte der Nutzer in einem Dschungel sein und muss den Weg zum Schatz finden. Auf dem Weg muss er Hindernisse umgehen und Rätsel lösen, um sein Ziel zu erreichen. Und ganz zufällig sind die Rätsel und Hindernisse an Ihren Weg, Ihre Vision zu erreichen, gebunden. Ihre Mitarbeitenden lernen so spielerisch Ihre Botschaft kennen. Es kann auch schlichter gehalten werden und mehr eine Erkundung als ein Erlebnis sein, das Prinzip besteht darin, dass die Nutzer gerne Zeit dafür aufwenden.

Ein Beispiel finden Sie in unserem Use Case für Bad Zurzach. Hier haben wir die Vision in einer Landingpage verpackt, damit die Mitarbeitenden sie selbst erkunden dürfen.

Interaktive Landingpage für Bad Zurzach betreffend Strategiekommunikation

Ein interessantes Einsatzgebiet für Webdesign ist im Bereich Blended Learning. Blended Learning bezeichnet eine Methode zur Vermittlung von Wissen, bei der persönlicher Kontakt und technische Hilfsmittel kombiniert werden. Also vor Ort könnte beispielsweise ein Arbeitskollege einem neuen Mitarbeitenden die Kaffeemaschine zeigen und die Kollegen vorstellen. Das sind Dinge, die an den individuellen Arbeitsort angepasst werden müssen und den persönlichen Kontakt zum Team fördern. Für allgemeine Informationen zum Unternehmen oder der Unternehmensstrategie können Sie dann auf eine digitale Lösung wie ein E-Learnings setzen, dass für alle neuen Mitarbeitenden gleich gestaltet wird.

Das Medium Webdesign bietet Ihnen die Möglichkeit, eine langfristige Strategiekommunikation zu verfolgen, denn Sie können die Website einfach am Laufen halten und sogar bei Bedarf Änderungen vornehmen. Ein weiterer Punkt, der für eine Website oder allgemein eine digitale Lösung spricht: Sie können Ihre Vision nicht nur vermitteln, sondern nach einer gewissen Zeit auch untersuchen, ob Ihre Mitarbeitenden Ihre Vision noch immer verstehen und befolgen. Dazu können Sie Ihre Website um eine Umfrage oder ein Quiz erweitern, um die Daten zu erlangen.

Für Roche haben wir eine Umfrage in Form einer interaktiven Microsite aufgebaut. Die Idee ist, dass die Mitarbeitenden ihre Meinung zur laufenden Transformation geben können und Roche so weiss, wo der Schuh drücken könnte.

Interaktive Microsite für die Mitarbeitendenumfrage bezüglich der Unternehmensvision

Was auch in den Bereich Webdesign gehört, sind das Intranet und interne Newsletter. Sie können Ihre Website oder andere digitale Lösung öffentlich machen oder mit dem Intranet gleich dafür sorgen, dass nur Ihre Mitarbeitenden Zugriff auf Ihre Vision haben.

Persönliche Gespräche

Wie bereits angesprochen, sind persönliche Gespräche das mächtigste Werkzeug in Bezug auf Vermittlung von Wissen. Bei einem persönlichen Gespräch können Sie haargenau auf die Knoten eingehen, die Ihren Mitarbeitenden mit Ihrer Vision entstehen. Sie können Probleme angehen, Perspektiven lernen zu verstehen und vielleicht finden Sie sogar Verbesserungspotential Ihrer Botschaft im Gespräch.

Persönliche Gespräche sind zwar die mächtigste aber auch die zeitintensivste Waffe. Es ist nicht vorstellbar, dass Sie mit allen Mitarbeitenden ein Treffen vereinbaren und dann zusammen plaudern. Da würden Sie nichts anderes mehr tun. Aber was Sie tun können, um trotzdem vom Effekt der persönlichen Gespräche zu profitieren, ist, persönliche Gespräche als Medium Ihrer Strategiekommunikation einzubauen. Sie würden also mit einigen Mitarbeitenden ein Treffen vereinbaren und diese Mitarbeitenden wiederum mit anderen Mitarbeitenden. Noch immer muss nicht jede Person im Unternehmen bei einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht überzeugt werden, aber wie weiter oben angetönt, liegt es in Ihrem Interesse, wenn Sie an Schlüsselpositionen in Ihrem Unternehmen Leute haben, von denen Sie wissen, dass Sie anderen Ihre Vision verständlich erklären können.

Workshops

Die Mitarbeitendenversammlung ist ein ziemlich grosses Unterfangen. Ihr kleiner Bruder ist der Workshop. Sie nehmen eine ausgewählte Gruppe Ihrer Mitarbeitenden und vermitteln im Workshop genau dieser Gruppe, wie Ihre Vision aussieht. Dabei ist eine bewährte Methode, dass man die Workshops bereichsintern durchführt, um mehr auf die effektiven Auswirkungen auf den jeweiligen Bereich einzugehen.

Die ausgewählte Gruppe gibt Ihnen wieder die Möglichkeit, sich auf Details zu konzentrieren. Da kann der Workshop zum Thema Digitalisierung in der IT zum Beispiel einen eigenen Charakter entwickeln, wenn es um die genauen technischen Details wie Software-Updates oder Implementierungen von neuen Tools geht. Genau hier können Sie Ihre Mitarbeitenden fachgerecht von Ihrer Vision überzeugen.

Podcasts

Podcasts haben in der Corona-Krise einen starken Aufschwung bekommen. Das freut einige Leute sehr und mittlerweile sind Podcasts zu einem relevanten Medium geworden – gerade auch für Unternehmen. Sie müssen mit Ihrem Podcast nicht direkt Neukunden gewinnen wollen, es kann auch darum gehen, Ihr Unternehmen als Experten darzustellen. Eine weitere Idee ist, dass Sie Ihren Podcast gänzlich an Ihre Mitarbeitenden richten können, um über Firmenevents, Stressbewältigung und interne Weiterbildungen zu sprechen. Und wissen Sie, was Sie auch ansprechen können? Ihre Unternehmensstrategie.

Versuchen Sie Ihre Unternehmensstrategie zu analysieren und herauszufinden, was in einen Podcast passen könnte. Sie können nicht Ihre gesamte Strategie präsentieren und hoffen, dass Ihre Hörer und Hörerinnen das aushalten. Nehmen Sie sich zum Beispiel einen für Sie persönlich wichtigen Aspekt und erläutern Sie Ihren Standpunkt zu diesem Punkt. Reden Sie frei von der Leber weg und lassen Sie Ihre Mitarbeitenden teilhaben an Ihren Gedankengängen. Mit diesem Ansatz bringen Sie Leute zum Nachdenken und zum Diskutieren, was dazu führt, dass man Ihre Vision verinnerlicht.

Wie effektiv ist Ihre Strategiekommunikation?

Sie haben eine Strategiekommunikation aufgegleist und sind überzeugt von Ihrer Arbeit? Gleich den Startschuss geben und los geht’s! Nicht so schnell. Zuerst müssen Sie noch definieren, wie sie die Effizienz Ihrer Strategiekommunikation messen. Einerseits könnten Sie jeden Ihrer Mitarbeitenden befragen gehen oder eine Umfrage an alle schicken und hoffen, dass sie ausgefüllt und zurückgeschickt werden. Das kann klappen und in gewisser Form sollten Sie das unbedingt auch machen. Nehmen wir als Beispiel wieder das Medium Webdesign. Damit können Sie Umfragen erstellen, die Ihre Mitarbeitenden gerne ausfüllen. Fügen Sie noch eine Übersichtsseite hinzu, damit die Nutzer selbst sehen können, wie es um Ihre Vision steht und passen Sie den Inhalt der Umfrage laufend an, um genau die Informationen zu bekommen, die Sie brauchen.

Vergessen wir aber hier nicht, dass nicht alle Teilnehmenden einer Umfrage diese wahrheitsgetreu ausfüllen und die Teilnehmendenzahl mit der Zeit sehr stark absinkt. Deshalb braucht es auch die objektiven Zahlen und Fakten, die Sie im Verlauf der Zeit erreichen möchten.

Balanced Scorecard und Strategy Map

Im Allgemeinen gibt es vier Perspektiven, die für ein Unternehmen relevant sind: Finanzen, Kunden, Prozesse und Lernen und Entwicklung. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass man bei der Erstellung einer Unternehmensstrategie für genau diese vier Perspektiven Kennzahlen einführt werden. Diese Kombination aus den Kennzahlen, den damit verbunden Zielen und den Massnahmen, um die Ziele zu erreichen, nennt man Balanced Scorecard.

Die Balanced Scorecard bietet einen schnellen und guten numerischen Überblick über die Unternehmensstrategie und wie die Strategiekommunikation anschlägt. Was jetzt noch fehlt ist ein informativer Überblick, der den Mitarbeitenden zeigt, wie sich zum Beispiel das Erreichen einer gewissen Gewinnsumme auf die Kundenzufriedenheit auswirkt oder wieso die Weiterbildung der Mitarbeitenden Prozessoptimierungen und Innovation fördert. Diese Informationen werden in der Strategy Map zusammengefasst. Die Strategy Map hilft Unternehmen bei der Strategieumsetzung und dient zugleich als wichtiges Instrument der Strategiekommunikation. Sie können Ihren Mitarbeitenden damit alle Zusammenhänge vermitteln und verständlicher machen, wieso die neue Unternehmensstrategie zukunftsweisend ist.  

Kennzahlen darstellen und besprechen

Ein sicherer Ansatz zur Messung der Effizienz der Strategiekommunikation sind Ergebniskennzahlen. Eine Art von Ergebniskennzahlen sind lagging indicators. Das sind Faktoren, die nach einem grossen Wandel, wie der Expansion in einen neuen Markt oder der Änderung der Unternehmensstrategie, aussagen, ob sich langfristig ein Trend beobachten lässt. Das bedeutet konkret, dass lagging indicators Ihnen zeigen, ob sich in Ihrem Unternehmen ein Wandel des Mitarbeitendenverhaltens abzeichnet – was ja schlussendlich das Ziel Ihrer Strategiekommunikation ist.

Es gibt unzählige Arten von Kennzahlen. Sie müssen sich darauf konzentrieren, dass Sie sie auch richtig darstellen. Für die relevanten Personen muss ein klarer Soll-Ist-Vergleich vorliegen – Sie wollen eine klare Ansage, damit Sie die Zahlen und Fakten mit den relevanten Personen besprechen können.

Feedback und kontinuierliche Verbesserung

Mit der Strategiekommunikation wollen Sie Ihre Mitarbeitenden erreichen, deshalb müssen Sie auch auf sie hören, wenn sie etwas anzumerken haben. Feedback ist in allen Bereichen hilfreich und erwünscht – das schliesst die Strategiekommunikation mit ein. Bei der Form des Feedbacks können Sie wieder auf verschiedene Medien setzen, die Sie für angemessen halten. Sie sollten aber beachten, dass Sie auch wirklich gutes Feedback bekommen. Gut bedeutet nicht positiv, gut bedeutet ehrlich. Also fokussieren Sie sich darauf, ehrliche Antworten zu bekommen. Forcieren Sie Ihre Mitarbeitenden nicht – Sie wollen lieber zehn gute anstelle von hundert husch-husch Rückmeldungen.

Mit Feedback können Sie Ihre Strategiekommunikation laufend anpassen. Das Thema kontinuierliche Verbesserung spielt hier eine grosse Rolle. Indem Sie laufend Feedback einholen – vor, während und nach dem Launch – können Sie anhand dieses Inputs Ihre Strategiekommunikation ständig anpassen. Kommt beispielsweise das Medium Workshops bei Ihren Mitarbeitenden nicht gut an, aber Ihr Podcast gewinnt immer mehr Zuhörer und Zuhörerinnen, dann können Sie Ihre Bemühungen rund um den Podcast erhöhen und sich eine Strategie für Ihre Workshops überlegen.

Zusammenfassung

Mit Ihrer Strategiekommunikation wollen Sie Ihre Mitarbeitenden von der Unternehmensstrategie überzeugen und sie dazu bringen, danach zu handeln. Das ist viel einfacher gesagt als getan, aber wenn Sie sich Ihre Mitarbeitenden stets als Zielgruppe vorstellen, verschieden Medien einsetzen und Ihre Pläne laufend anpassen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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