Die Bedeutung von User Experience im Marketing 
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Die Bedeutung von User Experience im Marketing 

Natalie Ediger Von Natalie Ediger

User Experience Marketing

Ein Pop-up auf einer Webpage, der einfach nicht verschwinden will? Sie klicken auf ein Button und es tut sich nichts? Bilder, die einfach nicht laden möchten? Eine Url, die Sie auf eine Fehlerseite führt? Ach, manch eine Webseite kann durchaus frustrieren. Das alles waren Beispiele einer schlechten User Experience (UX). Und obwohl die User Experience mal wieder zu einem Trendwort des heutigen digitalen Zeitalters wurde, sollten wir uns mit dem Thema ein wenig intensiver auseinandersetzen.  

Viele verbinden die UX als einen Bereich, der ausschliesslich die Designer betrifft. Von diesem Denken sollten Sie sich allerdings schnell verabschieden. Denn eine atemberaubende UX zu schaffen sollte auch ein Kernbereich jeder Marketingstrategie sein. Welche Bedeutung die User Experience im Marketing hat und welche Punkte zu beachten sind, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Was ist User Experience? 

User Experience (UX) lässt sich mit “Nutzererfahrung” bzw. “Nutzererlebnis” übersetzen und bezieht sich auf die Wahrnehmung und die Gefühle eines Nutzers während der Verwendung eines bestimmten Produktes, meistens im Bereich digitaler Medien, wie zB. auf einer Webseite oder einer App. Neben den technischen Aspekten, wie der Ladezeit, den Bildern, der Platzierung und der Funktionsfähigkeit bestimmter Buttons, müssen auch die emotionalen Erwartungen des Nutzers erfüllt werden. Die Webpage sollte also sowohl einen Mehrwert bringen, als auch Freude bereiten.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Komponente, die eine gute UX ausmachen. Die drei wichtigsten wären die Usability (Benutzerfreundlichkeit), Desirability (Ästhetik/Attraktivität) und Usefulness (Brauchbarkeit). Wenn es Ihnen gelingt all diese Punkte zu optimieren, sind Sie auf dem besten Weg zu einer erfolgreichen UX.

Im Zentrum der UX steht immer die Zielgruppe. Wichtig ist es also zu berücksichtigen, wie sich die Erfahrung des Nutzers maximieren lässt und weniger, welche spezifischen Präferenzen Sie persönlich haben.

Oft wird eine gute UX auch auschliesslich auf das Design reduziert. Zwar sind visuelle Elemente ebenso ein wichtiger Bestandteil der gesamten Erfahrung und können durchaus einige Mankos der Webpage kaschieren, sagen aber letztendlich wenig über die tatsächliche Benutzerfreundlichkeit eines Produktes aus. 

Warum User Experience im Marketing? 

Wie funktioniert effektives Marketing heutzutage? Mittlerweile ist es in der Tat nicht einfach den Nutzer mit Werbung zu adressieren. Die Aufmerksamkeitsspanne und Verweildauer der Nutzer nehmen stetig ab, Werbebanner ignorieren wir und diese Pop-Ups möchten wir doch alle am liebsten verbrennen. Und so passiert es, dass selbst ein spannendes Produktvideo (mit richtig gutem Storytelling) gar nicht erst gesehen wird. Der Nutzer verlässt nämlich frustriert und genervt die Webpage ohne überhaupt auf den Play-Button zu klicken. Dabei stehen sich viele Marketingmanager bzw. Geschäftsinhaber selbst im Weg. Stichwort “schlechte User Experience”. 

Auch in der offline Welt spielt die User Experience eine entscheidende Rolle.

Kennen Sie diese Produkte, bei denen Sie trotz ausführlicher Bedienungsanleitung einfach nicht den richtigen Dreh raushaben? Das kann schon wirklich einige Nerven rauben. Würden Sie so ein Produkt weiterempfehlen?

Einige Statistiken, die beweisen welche Auswirkungen die UX auf die Zielgruppe haben kann:

Also, je besser unsere Erfahrungen mit einer Webpage, einem Produkt oder einer Dienstleistung sind, desto länger bleiben uns diese auch in Erinnerung. Aus diesem Grund steht die User Experience im direkten Zusammenhang mit dem Branding. 

Conversion Rates

Ist die Zielgruppe nicht zufrieden, so verliert sie das Interesse und wir potenzielle Leads. Umgekehrt heisst das also auch, dass eine gute User Experience die Conversion Rates erhöhen kann. Dies kann zB. durch Geschwindigkeitsoptimierung erfolgen, aber auch ein übersichtliches Design mit gut platziertem CTA oder eine ansprechende Suchfunktion, die es dem Nutzer ermöglicht schnell zum gewünschten Produkt zu gelangen. 

SEO

Verbesserte Ladezeiten, längere Verweildauer der Nutzer sowie höherer Traffic sind die Lieblings-Charakterzüge von unserem Freund Google. Diese Elemente, auch bezeichnet als “User Signals” verleihen Ihnen somit ein besseres SEO Ranking. Aber nicht nur das! Wenn der Webpage Besucher eine gute Erfahrung mit Ihrer Seite macht, ist auch die Chance Backlinks zu erhalten um einiges höher. 

Kundentreue 

Auch in Sachen Kundenloyalität spielt die Nutzererfahrung eine sehr wichtige Rolle. Desto besser die Erfahrung des Kunden mit Ihrer Seite, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde immer wieder zurückkehrt und sich so langfristig eine Beziehung mit dem Kunden aufbauen lässt. 

User Experience im Marketing – Tipps 

Eine effektive Zusammenarbeit zwischen Web Developern bzw. UX Designern und Marketern ist unabdingbar, um das  technische Wissen mit den Präferenzen und Verhaltensweisen der Zielgruppe zu kombinieren. Ein Webseiten-Entwickler kann nur dann eine optimale Webpage erstellen, wenn er vom Marketing das notwendige Know-How zur Zielgruppe hat. Andererseits sollten die Marketer auch offen für Ratschläge der UX-Designer sein – nur durch diese Kombination lässt sich schlussendlich ein optimales Endprodukt entwickeln. 

Einige Schritte, die für das UX Marketing berücksichtigt werden sollten, sind folgende: 

  1. Zielgruppe analysieren 

Nur wenn Sie wissen, was Ihre Zielgruppe bevorzugt, können Sie die Webpage optimal anpassen. Stellen Sie sich folgende Fragen: 

  • ist die Zielgruppe visuell ansprechend? Eine Seite, die beispielsweise Fotografen und Künstler anspricht, wird andere designtechnische Voraussetzungen haben, als eine Seite, die Personen ausserhalb der Kreativbranche addressiert. 
  • Welche Content-Präferenzen hat die Zielgruppe?
  • Welche technischen und grafischen Voraussetzungen sollten erfüllt werden? Wie soll beispielsweise der CTA platziert werden? Wie möchten Sie die Bilder präsentieren? Soll die Webpage auch für das Smartphone optimiert sein?

Ich habe es bereits vorher im Artikel betont, aber versuchen Sie wirklich nicht Ihre eigenen Präferenzen umzusetzen, sondern analysieren Sie genau, welche Bedürfnisse die Zielgruppe hat. Es mag ja gut sein, dass Sie beispielsweise ein absoluter Kursivschrift Fanatiker sind. Wenn Sie aber mit Ihrer Meinung alleine stehen, werden Sie so auch nicht zu Ruhm und Reichtum gelangen. 

  1. Technische Voraussetzungen erfüllen 

Sobald die Zielgruppe charakterisiert ist, geht es in die technischen Aspekte. Hier sollten beispielsweise die Ladezeit, Fehlermeldungen oder “broken links”  berücksichtigt werden. Selbst kleine Fehler können bereits zu hohen Absprungraten führen und gefährden somit die Zufriedenheit der Zielgruppe und Ihre Leadgenerierung. 

  1. Testen und Analysieren 

Es gibt keine Zauberformel für eine optimal erstelle Webpage oder ein Produkt. Selbst wenn Sie alle Punkte bestmöglich beachten, kann es bei der Zielgruppe anders als erhofft ankommen. Aus diesem Grund ist es wichtig die jeweilige Seite, die App oder das Produkt zu testen. Hierzu zählen beispielsweise die Seitenaufrufe, Conversions, Klicks und Verweildauer der Nutzer. Auch auf Nutzerbefragungen sollte nicht verzichtet werden, um ein detailliertes Feedback der Zielgruppe zu erhalten. Das wichtigste dabei: Das Feedback bitte auch (sofern technisch möglich) umsetzen! 

Bereit für die optimale UX im Marketing? 

Wie Sie sehen, ist die UX schon seit langem nicht nur ein Bereich, der auschliesslich die Designer betrifft. Durch die Berücksichtigung einer exzellenten UX garantieren Sie maximale Benutzerfreundlichkeit, ein ansprechendes online Erlebnis und letztendlich zufriedene Kunden, die es Ihnen ermöglichen die Marketingziele zu erreichen. 

Achten Sie vor allem auf eine gute Zusammenarbeit mit den Webpage Developern, testen und analysieren Sie Ihre digitalen Produkte und berücksichtigen Sie stets das Feedback Ihrer User. Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns

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