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Eine gut gestaltete Landingpage kann für den Erfolg Ihres Produktverkaufs sehr ausschlaggebend sein, denn Sie ermöglicht es Ihnen die richtigen Kunden für genau das richtige Angebot zu gewinnen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Webpage enthält sie keine “unnötigen” Informationen, die vom Hauptziel ablenken. So zumindest die Grundidee einer Landingpage. Die Realität sieht oft anders aus und viele Unternehmen scheitern daran eine effektive Landingpage zu kreieren. Die durchschnittliche Conversion-Rate einer Landingpage liegt bei lediglich 2,35%. Erfolgreichen Unternehmen gelingt es diese um das drei-bis fünffache zu steigern. Aber wie? Dranbleiben, in diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, wie Sie eine Landingpage erstellen können, die auch wirklich konvertiert. 

1. Das “Dreimaleins”

Eine effektive Landingpage muss über einen klaren Fokus verfügen. Ansonsten ist es keine Landingpage. Generell sollte sie möglichst minimalistisch gestaltet sein und ein Kernangebot, eine Botschaft, die dieses Angebot erläutert  und einen “Call to Action” enthalten. Daher nenne ich es gerne auch das das “3×1”. Tatsächlich ist es im Content Marketing eher als “the rule of one” bekannt. 

Das Kernangebot kann hierbei, je nach Ihrem Ziel, ganz unterschiedlich sein: Eine Lead-Generierung mit Hilfe einer E-mail Registrierung, ein Produktverkauf, ein E-book-Download etc. Die Botschaft fokussiert sich wiederum einzig und allein auf dieses Angebot – nicht auf Meilensteine in der Unternehmensgeschichte oder andere Produktangebote. Nein, ausschliesslich auf das eine Angebot

Der CTA-Button kann zB. der Download eines E-Books, die Anmeldung für ein Webinar oder der Kauf eines Produkts sein. Dieser muss klar und deutlich platziert sein. Einige Unternehmen integrieren mehrere CTAs – dies kann funktionieren, tut es meistens aber nicht. Im Gegenteil, der Nutzer verliert durch zu viele “Hier entlang” Links den Überblick und das Interesse. Wie im letzten Artikel bereits erwähnt, zu viel Auswahl führt meistens auch zur “Paralyse durch Analyse”.

2. Die “Above the Fold” Regel 

Und schon wieder ein Anglizismus! Die Sprache der Dichter und Denker ist wohl nicht ganz so im Online Marketing vertreten. “Oberhalb der Falte” würde auf Deutsch auch ein wenig merkwürdig klingen. Der Begriff bezieht sich auf den oberen Teil einer Webseite, d.h. denjenigen Bereich, der auch bei Aufruf der Seite, ohne zu scrollen, direkt zu sehen ist.

Im Zuge der Reizüberflutung ist unser Gehirn selektiver geworden: Wir nehmen generell nur noch Informationen wahr, die uns 1) nicht viel Energie zum verarbeiten abverlangen und 2) direkten Nutzen bringen. Alles andere passt nicht mehr in unsere Aufmerksamkeitsspanne von lediglich 8 Sekunden. Heisst also, Sie haben nur einige Sekunden Zeit das Interesse der Besucher zu wecken. Deshalb muss die Landingpage bereits in den ersten Sekunden schnell und präzise drei Kernelemente vermitteln:

  • Was bieten Sie an? 
  • Welchen Nutzen hat die Zielgruppe? 
  • Was muss der Besucher tun, um den Nutzen zu erhalten?

Denken Sie hierbei vor allem auch an die Überschrift: Diese soll den jeweiligen Mehrwert sofort erläutern, sodass der Nutzer auch “below the fold” scrollt. 

3. Die Produktvorteile nennen  

Was genau dürfen sich die Kunden von Ihrem Produkt erhoffen? Integrieren Sie die Produktvorteile, um dem Nutzer zu zeigen, welches Problem das Produkt lösen wird. Dabei sind nicht die Eigenschaften gemeint. 

Halten Sie Ihre Beschreibung möglichst kurz und heben Sie diese durch visuelle Elemente hervor. Besonders effektiv ist in diesem Zusammenhang auch ein Erklärvideo. Videos können selbst komplexe Botschaften in eine anschauliche Geschichte verpacken und eine stärkere Bindung zwischen Produkt und Nutzer schaffen. Statistiken zeigen, dass eingebettete Erklärvideos auf einer Landingpage die Conversionrates um etwa 80% erhöhen können.

4. Erfahrungsberichte und Kundenmeinungen 

Der Mensch orientiert sich meistens am Verhalten anderer – dadurch kaufen Kunden häufig Produkte, die gerade im Trend liegen. 84% der Verbraucher treffen Entscheidungen basierend auf persönlichen Empfehlungen

Integrieren Sie kurze Reviews von Kunden, die bereits Erfahrungen mit dem Produkt oder Ihrer Marke gemacht haben. Dies kann zB. in Form von Videos, aber auch ganz gewöhnlichen Testimonials sein. Dieser sog. “Social Proof” ist wichtig, um die Markenwahrnehmung positiv zu beeinflussen und zu zeigen, dass Ihre Versprechungen der Wahrheit entsprechen. Vergessen Sie nicht auch ein Bild und den Namen des Kunden hinzuzufügen, damit hinter den Worten eine Persönlichkeit steht und somit mehr Vertrauen aufgebaut wird.

5. Storytelling

Geschichten erzählen – die traditionelle Power-Strategie im Marketing. Wenn es Ihnen gelingt die gesamte Landingpage in eine anschauliche Geschichte zu verpacken, so können Sie sich auf deutlich höhere Conversions freuen. Storytelling weckt Emotionen. Und sobald Emotionen ins Spiel kommen, werden Entscheidungen irrational getroffen.

6. Das (Anmelde)-Formular richtig gestalten 

Ein wichtiger Bestandteil einer Landingpage ist ein spezielles Formular oder Eingabefeld, um die Daten der Nutzer zu sammeln und somit Leads zu generieren. Viele Unternehmen versuchen an dieser Stelle allerdings so viel Informationen, wie nur möglich, zu sammeln – mit der Folge, dass sie gar keine Informationen erhalten. Warum? Weil solche Formulare abschreckend wirken. Fragen Sie sich lieber, welche Kundendaten für Sie wirklich essentiell sind. 

Die Webseite des Kunden spielt keine Rolle? Dann verzichten Sie darauf! Möchten Sie den Nutzer anrufen? Nein? Dann brauchen Sie auch keine Telefonnummer. Tatsächlich hängt es stark davon ab, in welcher Phase der Customer Journey sich die Nutzer befinden. Sind sie noch am Anfang, sollte das Formular auf nur einige Felder wie zB. den Namen und die E-mail Adresse reduziert werden. Gerade für weniger motivierte Leads kann es sinnvoll sein bestimmte Felder zumindest als optional zu markieren. Befinden sich die Nutzer bereits in einer fortgeschrittenen Kaufphase, werden sie auch offener gegenüber einer detaillierten Dateneingabe sein. Übrigens, um mehr Vertrauen zu schaffen, ist es durchaus sinnvoll die Datenschutzrichtlinien zu erwähnen. 

7. Mobile Optimierung 

Dass im heutigen Zeitalter alles für das “intelligente Telefon” konzipiert sein muss, versteht sich wohl fast von selbst. Was wären wir ohne unseren “Smartphones”. Mobiles Surfen macht bis dato 51,53% des gesamten Webtraffics aus. Die Chancen, dass der Nutzer Ihre Landingpage vom Mobiltelefon abruft, stehen also ganz gut. Vergewissern Sie sich daher, dass die Seite auch vom Mobiltelefon maximale Benutzerfreundlichkeit sowie eine kurze Ladezeit garantiert und sich der CTA bzw. das Formular einfach öffnen lassen.

8. Die Landingpage analysieren 

Einen Erfolgsgaranten für eine Landingpage gibt es natürlich trotzdem nicht. Alle vorher beschriebenen Elemente sind reine Theorie. Wird der CTA Button auch wirklich funktionieren? Wie kommt das Design bei der Zielgruppe an? Ist die Überschrift auch effektiv? Herausfinden können Sie all dies letztendlich erst, wenn Sie die Seite analysieren und testen. Zahlen belegen, dass Unternehmen, die ihre Conversionrates erhöhen konnten, in etwa 50% mehr Landingpage-Tests durchführen. 

Neben Nutzerumfragen oder Tracking-Analysen mit Tools wie zB. Google Analytics,  eignet sich vor allem der A/B Test. In einem A/B-Test können Sie den Traffic der Landingpage einfach aufteilen und zu zwei (oder auch mehr) Varianten leiten. Anschliessend lässt sich die Performance der Varianten vergleichen. Hierfür kann eine Software wie zB. CrazyEgg, Optimizely oder AB Tests sinnvoll sein.

Auch eine sog. “Heatmap” ist empfehlenswert. Diese zeigt Ihnen, welchen Bereich auf Ihrer Webseite die Nutzer am meisten Aufmerksamkeit schenken bzw. worauf sie am häufigsten klicken. So können Sie ganz einfach analysieren, welche Informationen effektiv sind und welche nicht. Die Farben zeigen Ihnen die Nutzeraktivität für die verschiedenen Bereiche- wobei rot generell die stärkste Aktivität zeigt und blau die niedrigste. 

Landingpage erstellen: Die heatmap

Bei Crazyegg können Sie hierfür einfach die URL der jeweiligen Webpage eingeben, um eine Auswertung zu erhalten. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar. 

Landingpage erstellen mit Crazyegg

Eine effektive Landingpage erstellen: Die wichtigsten Tools 

Falls Sie noch nie eine Landingpage erstellt haben, kann es eine durchaus langwierige Angelegenheit werden. Aber nicht die Flinte ins Korn werfen! Mittlerweile gibt es zahlreiche Tools, die Sie dabei unterstützen, Landingpages ratzfatz zu kreieren. Hier einige bekannte und empfehlenswerte Programme: 

Leadpages

Leadpages bietet eine Vielzahl an Templates, die dank Drag&Drop Funktionen auch einfach zu bedienen sind. Gleichzeitig lässt sich das Endergebnis gut mit A/B Tests analysieren. Die Software gibt es bereits ab $25/ Monat, wobei nur die Premium-Version auch Funktionen wie A/B Testing ermöglicht. Dafür dann aber mit unbegrenzten Seitenaufrufen. 

Hubspot 

Ein funktionsreicher Landing-Page-Editor, der personalisierte Inhalte, CTAs und Formulare für individuelle Besucher anzeigen lässt, um die Performance der Landing-Pages zu steigern. Zusätzlich gibt es ein Dashbord, das eine Übersicht über die Landingpages mit den höchsten Conversion Rates bietet.  

 

Unbounce

Der Klassiker unter den Landingpage Softwares! Es zeichnet sich durch eine extreme Benutzerfreundlichkeit aus mit Drag&Drop Funktionen, 100+ Templates, mobile Optimierung und Analyse-Tools wie zB. A/B Testing. Selbst ohne Vorkenntnissen lassen sich hier beeindruckende Landingpages erstellen. Unbounce bietet ausserdem verschiedene Preispakete ab $80/Monat  – und gehört somit, trotz fantastischer Features, sogar zu den preiswerteren Optionen. 

Landing Page erstellen mit Unbounce

 

Instapage

Die Software ist relativ ähnlich zu Unbounce – leichte Handhabung, Drag&Drop Funktionen und sogar über 200 Templates zeichnen Instapage aus. Die Landingpages können mit Hilfe eines Plugins auch für WordPress auf der eigenen Domain ausgeliefert werden. Zusätzlich lässt sich Instapage mit einer Vielzahl von Web Services verbinden. Mit $149/ Monat ist das Tool aber deutlich teurer als Unbounce.

 

Fazit: Eine effektive Landingpage erstellen 

Eine Landingpage ist ein sehr vielversprechendes Marketing-Instrument, um mehr Leads zu generieren und die Conversions zu “boosten”. Damit die Landingpage aber auch das vollste Potenzial erreichen kann, sollten Sie auf einige Elemente nicht verzichten. Wichtig ist vor allem, dass Sie die Aufmerksamkeit der Nutzer in kürzester Zeit fesseln können und einen klaren “Call-to-Action” integrieren. Und mit Hilfe einiger Tools lassen sich professionelle und ansprechende Landingpages im Handumdrehen herzaubern. 

Sie sind sich noch nicht ganz sicher, ob sich eine Landingpage wirklich lohnt? Dann schauen Sie bei unserem letzten Blogpost vorbei. Dort erklären wir, warum eine Landingpage so effektiv ist. 


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Sie sind am Ende angelangt. Aber wir können Sie gerne über neue Inhalte informieren.

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