Du willst also bei einem Startup arbeiten?

Gibt es dieses wirklich coole Startup, das du schon eine Weile im Visier hast und du könntest dir vorstellen dort zu arbeiten? Oder hast du die Nase voll von deinem Corporate Job und bist bereit für eine Veränderung? Vielleicht willst du auch einfach dein eigenes Ding machen?

Mal sehen, ob du für das Startup-Leben geschaffen bist…

Bereit für Verantwortung? So richtig viel?

Ein Corporate-Umfeld ist grossartig – viele Hierarchien und somit genügend Kollegen auf die man sich verlassen kann, standardisierte Prozesse, an die man sich Schritt für Schritt halten kann und immer einer, der dir sagt, was wann gemacht werden musst. Und vor allem: Wenn wirklich mal was in die Hose geht, ist es dein Chef (oder der Chef vom Chef) der einstecken muss, nicht du. In einem Startup ist jede deiner Entscheidung deine eigene. Läuft es gut, heimst du die Lorbeeren dafür ein. Wenn nicht, kriegst du den Anschiss. Kein anderer ist für deine Fehler verantwortlich und nur du trägst die Konsequenzen.

Fehler machen? Ja bitte!

Mit diesem Mass an Verantwortung wirst du tagein tagaus eine Menge wichtige (und weniger wichtige) Entscheidungen treffen müssen und diese werden nicht immer richtig sein. Es ist sehr gut möglich, dass sich dein Startup in einem völlig neuen und noch unbekannten Feld bewegt – sprich: Vieles wird zum ersten Mal auf diese Art und Weise umgesetzt. Logisch entstehen da Fehler. Aber das Wichtigste ist wie man damit umgeht. Fehler sollen dazu dienen, dass du dich weiter entwickelst und durch sie lernst. Die meisten Startups haben eine sehr gesunde Fehlerkultur. Wenn du dich diesem Mindset schnell anpassen kannst, wirst du merken, dass das eigentlich ganz gut geht und dass “Fehler” gar nicht mehr so ein böses Wort ist.

Innovation und Veränderung? Ununterbrochen!

Auch wenn sie nicht das neueste, innovativste Produkt haben – Startups haben in der Regel einiges an Unternehmergeist und sind immer daran, neue Strategien, Vertriebsansätze oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das mag anfangs interessant klingen, kann aber sehr schnell mühsam werden. Gewohnheitstiere könnten diesen steten Wandel durchaus als lästig empfinden. Mittagessen und über die letzte Folge Breaking Bad diskutieren? Freitagabend: Zeit mal nicht ans Arbeiten zu denken? Fehlanzeige! It’s all about the News! Und sogar das Ach-so-erholsame-Team-Retreat: In Wirklichkeit ist eine Woche voller Brainstorming, Fragen, Antworten und kreativem Output angesagt.

Harte, harte Arbeit

Geh nicht zu einem Startup, wenn du faul bist, denn das wird schnell auffliegen. In einem kleinen Team ist es leicht, jemanden zu identifizieren, der nachgibt und für das gibt’s definitiv keinen Platz. Jede Rolle und Position ist gleich wichtig und du wirst von Talenten umgeben sein, die nicht nur ihr Handwerk kennen, sondern auch extrem hart arbeiten und immer mit Leib und Seele dabei sind. Du kannst dich auf dein Team verlassen und dir sicher sein, dass sie alles geben. Aber: Auch du musst im Gegenzug bereit sein diesen hohen Standards und Erwartungen gerecht zu werden.

Bist du bereit, ein bisschen von allem zu tun? Wirklich allem…

Ja, in einem Startup musst du ab und zu Geschirr abwaschen, aber das muss auch der CEO! Um richtig im Startup-Gebiet durchstarten zu können, musst du bereit sein überall anzupacken – auch wenn es nicht unbedingt dein Fachbereich ist. Wenn die zuständige Marketingverantwortliche in den Ferien ist, kannst plötzlich du zum neu ernannten Social-Media-Guru werden und musst dich mit Hashtags und Retweets rumschlagen. Anstrengend? Ja! Andererseits kannst du so deine Fähigkeiten erweitern und vielleicht ganz neue Wege einschlagen. Je nach Aufbau und Wachstum von deinem Startup kannst du sogar deinen eigenen Job kreieren!

Die Welt erobern

Diese Flexibilität in deinem Aufgabenbereich und die Tatschache, dass ihr in einem kleinen Team unterwegs seid, bedeutet, dass du wahrscheinlich mit allen Aufgabenbereichen und Arbeitsschritten konfrontiert wirst. Du wirst oft Teil vom ganzen Prozess sein und es ist möglich, dass du deine eigene Buchhaltung machst, Kunden gewinnst, die Produkte verkaufst und beim Design aushilfst. Ja, manchmal wird dir das Wasser bis zum Hals stehen, aber du gewinnst viele wertvolle Fähigkeiten – die wurden dir weder in der Schule beigebracht noch ist man ihnen in einer Corporate Umgebung ausgesetzt. Im schlimmsten Fall geht dein Startup in die Brüche, aber dann hast du einiges gelernt – mit Fehlern umzugehen, schnell wieder aufzustehen und ausserdem hast du jetzt sogar genug Skills um etwas Eigenes aufzubauen!

Also, bist du bereit für das Startup-Leben oder nicht?

Ich habe es zumindest noch nicht bereut …

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