Social Media Videos wie aus dem Märchen

Das Internet wird geradezu von Videos überflutet. Ob in deinem privaten Facebook und Instagram Feed oder auf den professionellen Xing und LinkedIn Seiten. Es scheint, als wären Social Media Videos DAS Medium geworden, um seine Messages zu präsentieren.

Diesen Trend solltest auch du nicht verpassen. Wir zeigen dir mit 5 simplen Tipps, wie deine Videos zum echten Hingucker mit Happy End werden – und in den Weiten des Internets nicht untergehen.

Akt 1 – Es war einmal…

Menschen denken in Geschichten. Der kleine Sandmann, religiöse und philosophische Schriften – und wenn dich das nicht überzeugt: Netflix. Unser Leben ist geprägt von Stories aller Art. Und das aus gutem Grund. Wir merken uns Geschichten besser als trockene Statistiken, Grafiken und Zahlen.

Genau darum legen wir dir ans Herz, auch dein Produkt oder deine Dienstleistung in eine Story zu verpacken. Deine Zuschauer werden sich durch ein einfaches “Kauf das Produkt!” nicht überzeugen lassen. Wenn du es schaffst, sie auf eine emotionale Reise mitzunehmen – mit oder ohne Prinz und weissen Hengst – dann kaufen sie dein Produkt oder benutzen deinen Service oder deine Dienstleistung. Und auf dein Video werden sie zusätzlich reagieren – mit einer Menge Likes, Shares und Comments.

Ein sehr gelungenes Beispiel ist dieses Video von Migros – publiziert letzte Weihnachten. Aber auch dieses hier von Allegro, einer polnischen e-commerce Plattform.

Akt 2 – Bleibe immer du selbst. Ausser du kannst ein Einhorn sein. Dann sei ein Einhorn.

Du kannst dein Social Media Video auf tausend verschiedene Arten gestalten. Von Live Action über Digital bis hin zu Whiteboard Animation. Oder gar eine Kombination aus verschiedenen Stilen? Was auch immer du wählst – bedenke stets, wer deine Zielgruppe ist. Frag dich: Was werden sie witzig, authentisch, anziehend – vielleicht aber eben auch provozierend, schockierend oder kontrovers finden?

Aber Achtung, die Linie zwischen überraschend und vorhersehbar ist manchmal sehr dünn. Also, trau dich ab und zu auch mal, ein Risiko einzugehen und deine Zuschauer mit etwas Neuem zu konfrontieren. Der Königssohn hat bei Rapunzel ja auch nicht den einfachsten Weg in den Turm hinauf gewählt.

Akt 3 – Wie lange ist für immer? Manchmal, nur eine Sekunde… oder zehn

Du kennst es selbst nur zu gut, sobald du dich auf deinem Facebook Account einloggst, wirst du von Content überflutet. Was also gelesen, gesehen und geliked werden will, sollte die Aufmerksamkeit lieber sofort auf sich ziehen. Und mit sofort meine ich sekundenschnell.

Laut einer Studie von Visible Measure, entscheiden sich 20 % der User innerhalb der ersten zehn Sekunden, ob sie ein Video ansehen oder nicht. Diese zehn Sekunden sind also dein Zeitfenster, um alles rauszuhauen – fast alles.

Akt 4 – Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen …

Du ahnst es, nach den ersten zehn Sekunden wird es nicht besser. Die Studie von Visible Measures zeigt: Einen Drittel deiner Zuschauer verlierst du, sobald du die 30-Sekunden Grenze erreichst. 45% verabschieden sich nach einer Minute und fast 60% sind nach zwei Minuten verschwunden. Ganz besonders frustrierend: Diese Zahlen verändern sich mit der Gesamtlänge deines Videos nicht!

Die Lektion ist schnell gelernt. Je kürzer desto besser. Streiche unnötige Nebensätze, vermeide Füllwörter und unnütze Zwischenmessages – die Schlechten ins Kröpfchen! Platziere deine Kernaussage kurz, knapp und auf den Punkt.

Aber auch wir haben die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen. Vielleicht schaffst ja genau du den Durchbruch und bringst die User dazu, auch nach fünf Minuten noch voll bei der Sache zu sein? Teste dein Material im Vorfeld mit Freunden, Bekannten und potentiellen Kunden. Google Analytics und Youtube bieten – limitierte aber nicht minder hilfreiche – Insights ins Verhalten deiner User. Für detailliertes Tracking empfehlen wir Tools wie beispielsweise Wistia.

Akt 5 – Damit sie dich besser sehen können.

Natürlich bewegst du dich während der Arbeitszeit nicht auf Instagram und Co. Doch selbst Vorzeige-Mitarbeiter wie du benutzen Social Media nicht immer nur zuhause auf der Couch. Auf dem Nachhauseweg im Zug, während dem Schlange Stehen an der Migros-Kasse oder beim nächsten Tinder-Date – nicht immer ist es möglich (oder zumindest nicht angebracht), Videos in voller Lautstärke abzuspielen.

Was lernen wir daraus? Social Media Videos sollten im besten Falle auch ohne Ton funktionieren. Damit dich deine Zuschauer auch still verstehen. Wenn jedoch Bilder deine komplette Message nur schwer rüberbringen, zieh Untertitel oder Screen Text in Betracht. So erzählst du deine Geschichte lückenlos – auch, wenn der Ton aus ist.

Beispiel gefällig? Here you go: Tasty’s recipe videos.

Mit diesen Tipps gibt’s für deine Social Media Videos bestimmt ein Happy End. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden sie bestimmt von zahlreichen deiner User geteilt, geliket und kommentiert!