Sef.Talk Remote Work Episode 2

Sef.Talk Remote Work – Unternehmenskultur und Community-Management

In der zweiten Sef.Talk Episode am 30. April drehte sich alles um die Themen Unternehmenskultur und Community Management im Home-Office.
Wie lässt sich eine Unternehmenskultur auch über digitale Kanäle etablieren?
Welche Rolle spielt der persönliche Kontakt?
Wie wirkt sich Home-Office auf das eigene Wohlbefinden aus?

Zu den Gästen gehörten Michaela Christian Gartmann (PwC Switzerland), Dr. Gianina Viglino-Caviezel (Hamilton Bonaduz AG) und Daniel Aebersold (Nexplore AG). Moderiert wurde das Event wieder von Cleverclip Gründer und CEO Carlo Badini.

Sie möchten beim nächsten Sef.Talk lieber live dabei sein? Dann sichern Sie sich hier Ihren Platz. Falls Sie die letzte Episode verpasst haben, können Sie diese hier nochmal anschauen.

 

 

Die offizielle Transkription:  

Carlo Badini: Und wir sind live. Grüsst Euch meine Damen und Herren. Mein Name ist Carlo Badini. Ich bin der Gründer und CEO von Cleverclip und ich darf Euch ganz recht herzlich willkommen heissen zu der zweiten Ausgabe von SEF.Talk. Heute zum Thema Remote Culture und Community Management. Hierzu begrüsse ich recht herzlich Gianina Viglino, Michaela Christian Gartmann und Daniel Aebersold. Gianina ist Director HR and Sustainability bei Hamilton, Michaela ist Head of Human Capital bei PWC, und Daniel Aebersold ist CEO bei Nexplore. Wie letztes Mal werden wir rund 30 bis 45 Minuten diskutieren. Fragen dürft Ihr jeder Zeit sehr gerne im Chat stellen. Wenn es gerade passt, werden wir sie auch ad hoc beantworten. Ansonsten kommen wir am Schluss der Diskussion darauf zurück. Bevor wir jetzt aber starten, würde ich sehr gerne das Wort an meine drei Gäste richten, damit sie sich schnell vorstellen können. Michaela möchtest Du gleich anfangen?

Michaela Christian Gartmann: Ja gerne. Guten Nachmittag, ich freue mich sehr, um da zu sein. Mein Name ist Michaela Christian Gartmann. Ich bin Personalleiterin von PWC Schweiz. Wir beschäftigen in der Schweiz rund 3400 Leute und ich verantworte zusammen mit meinem Team die gesamten HR-Belangen, von der Strategie bis zur Umsetzung. Ich bin eine HRlerin aus Leidenschaft. Ich bin schon seit über 20 Jahren in diesem Bereich tätig in verschiedenen Rollen und Verantwortlichkeiten, und jetzt seit Dezember 2012 in der aktuellen Rolle für PWC Schweiz. Ich freue mich sehr auf diesen Austausch im Bereich Remote Work und Kultur, das sind alles Themen, die mich natürlich sehr stark beschäftigen und bin gespannt auf diesen Talk.

Carlo Badini: Danke. Super. Gianina möchtest Du weitermachen?

Dr. Gianina Viglino-Caviezel: Ja vielen Dank. Herzlich Willkommen auch von meiner Seite. Ich freue mich auch sehr, mich mit meinen Kollegen zum Thema Remote Work zu unterhalten. Wie Carlo gesagt hat, arbeite ich bei Hamilton als Director HR und Sustainability. Hamilton ist ein Unternehmen im Bereich Lifestyle und Medical Technology. Ist aktuell sicher sehr stark in den Medien präsent durch unter anderem Produkte von uns, da wir Beatmungsgeräte herstellen, aber auch Robotics bei der Diagnose und Testing, was aktuell ein grosses Thema zu Zeiten von Corona ist. Hamilton ist ein international tätiges Unternehmen mit rund 3000 Leuten. Wir sind sehr amerikanisch geprägt durch unseren Gründer und die Inhaberfamilie, international aber sehr stark vertreten und durchaus bündnerisch. Einer von unseren zwei Hauptstandorten, der grösste. ist in in Bondauz im Graubünden. Und ich und mein Team wir sind verantwortlich für die ganzen HR-Prozesse, auch sehr stark in diesem Zusammenhang mit den ganzen / Communications, was sicher aktuell ein Thema  ist und die ganze Kulturarbeit, was bei der Hamilton ein sehr präsentes Thema ist, da wir ein grosses Projekt gestartet haben im letzten Jahr, das dürfen auch wir machen, unsere Firma.

Carlo Badini: Super. Dänu möchtest Du auch noch etwas über Dich erzählen?

Daniel Aebersold: Ja, sehr gern. Auch von meiner Seite: Herzlich Willkommen. Mein Name Dänu Aebersol, ich arbeite bei der Firma Nexplore. Die Firma Nexplore kennt vielleicht noch nicht ganz jeder. Wir sind ein Software-Haus. Wir sind rund 70 Leute.  Machen Lösungen, Individual-Entwicklungen, CRM-Lösungen, aber auch Collaboration-Plattformen, was ja im Moment der eine oder andere ein wenig Bedarf hat. Ein wenig schneller, als er vielleicht dachte. Wir sind seit etwa vier, fünf Jahren auf dem Weg und haben unsere Organisationsform ein wenig geändert. Wir sind von klassischer Organisationform in die Holokratie gewandert. Haben jetzt auch gemerkt jetzt in der aktuellen Zeit ist das etwas, was uns sehr viel geholfen hat, wo wir auch staunen, dass es uns hilft und ja ich bin gespannt auf dieses Gespräch und freue mich.

Carlo Badini: Super. Dann würde ich sagen, starten wir gleich einmal. Dänu startest Du einmal. Du hast ja schon im Vorgespräch gesagt, bei Euch hat man eigentlich von überall aus arbeiten können.  Ihr verdient Euer Geld mit Software-Entwicklung und –Einführung. Wie hat jetzt Covid-19 Euch beeinflusst? Was ist passiert seit das ganze Thema relevant wurde?

Daniel Aebersold: Ja wie gesagt, bei uns ist es eigentlich schon lange so, dass die Leute arbeiten können, wo es ihnen gerade passt, wenn sie auf einer Weltreise noch etwas für uns arbeiten möchten oder zuhause, unterwegs, wo auch immer. Wir haben einen Standort in Bern und einen in Thun. Also wir sind uns gewohnt, dass unsere Meetings oft remote sind und nicht alle in einem Raum sind, von dem her nichts Neues. Was jetzt sicher neu ist, ist, dass es halt verordnet ist, also wir arbeiten jetzt zuhause. Das läuft eigentlich auch sehr gut im Moment. Aber was man natürlich merkt, das Kulturelle, der Zusammenhalt, der bei uns eigentlich ein sehr wichtiges Faktor ist, der geht manchmal ein wenig verloren. Ich kann nicht mehr schnell in der Firma herumgehen, man sieht einander beim Kaffee, man muss vielleicht einander nur in die Augen schauen und dann weiss man, dem geht es jetzt ein bisschen weniger gut und dann schaut man, dass man miteinander ein paar Worte wechseln kann. Das ist jetzt im Moment ein wenig erschwert, weil man sich halt immer sehr bewusst treffen muss für diesen Umtausch. Klar wir haben / etabliert, ja da kommen wir dann vielleicht noch darauf, was man alles machen kann, dass man das ein wenig kompensieren kann. Auf der anderen Seite haben wir aber gemerkt, dass wir mit unserer Struktur mit den Meetings-Formen, die mitkommen mit der Holacracy, haben wir einen riesigen Vorteil hier, nämlich dass wir diese Gefässe alle schon etabliert haben. Wir sind uns gewöhnt, dass wir einmal in der Woche innerhalb vom Kreis miteinander sehr strukturiert ein Meeting haben.  Das läuft auch sehr gut, auch wenn einmal 30, 40 Leute dabei sind,  wo man ansonsten vielleicht manchmal bei den Online-Meetings halt zuerst ein wenig das Gefühl bekommen muss. Ich habe gestaunt, da ich gemerkt habe, eigentlich erst jetzt richtig gemerkt, dass das für uns einen riesigen Nutzen hat. Und trotzdem muss man sagen, wir vermissen einander.

Carlo Badini: Michaela (unverständlich 0:07:04)?

Michaela Christian Gartmann: Ia ich konnte jetzt gerade für mich ein wenig mitfühlen, weil das, was der Dänu erzählt hat, ist für mich auch sehr stark die Realität. Und es gibt auch Dinge, die ich natürlich vermisse. Bei uns ist es so, dass wir als Beratungsunternehmen schon sehr gewöhnt sind, um überall zu arbeiten. Trotzdem ist es jetzt seit der Corona-Krise für uns auch ein neues Setting, wo wir alle von zuhause aus arbeiten. Und das war auch etwas, was sehr schnell umgesetzt werden musste. Das heisst, es hat jetzt auch für uns beispielsweise im HR schon die eine oder andere Herausforderung gegeben. Beispielsweise mussten wir alle Interviews, die wir natürlich normalerweise face-to-face durchführen, virtuell abhalten.  Wir mussten unsere Trainings anpassen. Und von dem her ist das jetzt natürlich auch für uns eine neue Situation. Wir arbeiten primär mit Google Hangout, also von dem her, wo man sich natürlich auch sieht. Ich finde aber trotzdem, es ist ein Unterschied, also wenn ich jetzt meinen Alltag beispielweise anschaue, ich bin ansonsten primär am Tag in Meetings, sehe die Leute und jetzt spielt sich das alles virtuell ab. Und es ist auch so, gerade so der informelle Austausch, ich glaube den muss man wirklich ganz bewusst pflegen. Ich finde das ist auch etwas sehr Wichtiges für die Verbundenheit gerade in dieser Situation. Und ich löse das beispielweise so, dass man dann halt einfach ab und zu einen virtuellen Kaffee macht. Oder jetzt auch bei einem Meeting, dass man zuerst einfach so die ersten paar Minuten ein wenig erzählt, was jetzt gerade bei einem läuft. Von dem her kann ich eigentlich, obwohl wir in ganz unterschiedlichen Settings unterwegs sind, das sehr gut nachvollziehen, was Dänu sagt, und ich freue mich dann auch darauf, wenn man sich wieder mehr face-to-face sieht.

Carlo Badini: Gianina, bei Hamilton nehme ich an, ich meine die machen ja Diagnostic-Tools und wenn das Produkt zieht, wird sicher jemand vor Ort sein. Wie habt Ihr es jetzt gehandelt? Du hast ja schon gesagt business-wise konntet Ihr sicher, profitieren ist sicher das falsche Wort, aber für Euch ist es eine spannende Zeit. Wie geht Ihr damit um?

Dr. Gianina Viglino-Caviezel: Also bei uns ist es sicher sehr anders gelaufen, als bei den zwei Kollegen. Wir haben auch einen Teil der Leute in das Home-Office geschickt, die auch wirklich zuhause arbeiten können, unteranderem mein Team im HR. Für uns ist das neu, also wir als Industrieunternehmen arbeiten eigentlich ansonsten vor Ort bei uns im Unternehmen. Es ist eine Seltenheit, dass wir im Home-Office arbeiten. Wir haben aber auf der anderen Seite auf Grund dieser Nachfrage, eben unteranderem von diesen Beatmungsgeräten, die wir herstellen, relativ schnell herauffahren müssen, herauffahren können. Anzahl Mitarbeiter, Produktionsstrassen, wir musste in unterschiedliche Schichten wechseln, um eben einerseits dieser extremen Nachfrage gerecht werden zu können. Auf der anderen Seite aber auch für die Sicherheit von den Mitarbeitern. Wir haben enorm schnell, enorm hohe Sicherheitsmassnahmen eingeführt bei uns. Von Fiebermessen über das Einhalten von diesen sozialen Distanzen und den ganzen Hygienemassnahmen. Wir haben superschnell eine Corona-Hotline aufgebaut mit einem Arzt, der für uns eingestanden ist, damit wir eigentlich so unseren Mitarbeitenden dieses Sicherheitsgefühl vor Ort geben können mit dem Ziel, dass der Arbeitsplatz bei der Hamilton mindestens so sicher ist, wie man zuhause arbeiten kann, so haben wir in das investiert. Haben aber in unserer Situation, konnten sehr stark in der Kultur in diesem Zusammenhang arbeiten und von dem profitieren. Wir haben, wie ich am Anfang gesagt habe,  letztes Jahr ein grosses Kulturprojekt bei uns gestartet und das zum Weihnachtsfest vorgestellt, unteranderem mit der Vision the / and / to improve people’s lives. Und das machen wir jetzt tatsächlich, also durch diese Situation konnten wir das auch wirklich unter Beweis stellen. Das ist auch eine gewisse (?Sinnstiftigkeit) für die Mitarbeiter und ein Antrieb. Bei uns arbeiten die Leute enorm viele Überstunden und gehen wirklich auch zum Teil ein wenig über die Grenzen, weil sie den Beitrag leisten müssen und können, um zum Überleben in so schwierigen Situationen von anderen Menschen beizutragen. Und dann hatten wir zwei, drei Erlebnisse, die das natürlich auch so ein wenig untermauern. Wenn dann plötzlich der Herr Berset und der Herr Koch bei der Produktion vorbekommen in solchen Zeiten, um das Unternehmen anzuschauen. Oder wenn plötzlich die Superpumas neben dem Firmengebäude landen und diese Beatmungsgeräte abholen kommen. Das macht extrem stolz und das ist natürlich durch diese ganze Kulturarbeit / sehr förderlich.  (unverständlich 0:11:48)

Carlo Badini: Wie macht Ihr es? Also wir sind ähnlich aufgestellt wie der Dänu, wir haben ein Office hier in Bern, das fungiert so als interner Co-Working-Space. Die Mitarbeiter, die in der Schweiz arbeiten rund um Bern, die dürfen gerne hierher kommen, müssen aber nicht. Und wir haben aber Mitarbeiter, die in dem Sinn, schon seit immer gezwungen sind halt von zuhause aus zu arbeiten. Und für uns war es immer eine Herausforderung, und ist immer noch eine Herausforderung, dass es nicht so zwei Kulturen gibt. Dass es nicht eine Kultur gibt von den Leuten, die sich hier treffen und sich sehen, und dass es wie so eine zweite Kultur gibt von den Leuten, die sich nicht treffen. Und dass man es irgendwie schafft, gerade wenn es so zweigeteilt ist, dass einige vor Ort sein müssen oder können und die anderen nicht, dass man irgendwie doch inklusive alle versucht zu erreichen. Wie habt Ihr jetzt das bei Hamilton gelöst? Du hast gesagt Deine Abteilung zum Beispiel arbeitet jetzt von zuhause aus. Habt Ihr irgendetwas unternommen, dass sich auch diese stolz fühlen können, wenn jetzt der Superpuma diese Beatmungsgeräte abholen kommt?

Dr. Gianina Viglino-Caviezel: Also man muss sagen, es hat sich auch für die Leute vor Ort sehr viel geändert. Weil dieser Sicherheitsaspekt für unsere Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen. Dieses Zusammenkommen und vor Ort einmal einen Kaffee trinken, ist sehr schwierig. Gruppierungen von mehr als zwei Leuten lassen wir nicht zu. In unserer Kantine, jetzt gerade aktuell haben wir ein zweites Zelt aufgestellt, weil die so viel auseinandergetischt werden, dass diese zwei Meter halt wirklich eingehalten werden. Wir gehen da wirklich auch keine Kompromisse ein. Das ist uns ein grosses Anliegen, um diese Sicherheit gewährleisten zu können, weil gerade in Zeiten von Unsicherheit, Sicherheit umso wichtiger ist, das Sicherheitsbedürfnis. Und das ist sicherlich auch eine sehr starke und wichtige Führungsaufgabe. Einer unserer sehr zentralen Werte ist: Wir kommunizieren aktiv. Und wir haben wirklich intensiv kommuniziert, unsere Mitarbeiter regelmässig abgeholt, Geschichten mit ihnen geteilt, einen Corona-Blog eingeführt, dass die Leute also wirklich immer auf dem Laufenden sind. Ob das bei den Panels in der Firma ist, die mit dem Laptop arbeiten, oder die, welche zuhause sind. Und natürlich auch die klassischen Tricks, die die anderen wahrscheinlich auch gemacht haben. Man trifft sich virtuell zum Kaffee, macht ein Feierabendbier, nehmt doch einmal mehr das Telefon in die Hand, anstatt die Chat-Funktion und sich auch diese Zeit nehmen, sich über Dinge auszutauschen. Ein Beispiel: Bei uns im HR haben wir eine Whatsapp-Gruppe gemacht; ganz am Anfang sind die ganzen Remote-Arbeitsplätze vorgestellt worden (unverständlich 0:12:28). Bei uns mussten sich die Leute sehr gut einrichten, weil es bei uns nicht Standard ist, dass man zuhause arbeitet und wo dann diese Superpumas herangeflogen sind, hat das natürlich der eine oder andere auch von seiner Wohnung aus gesehen und hat dann diese Fotos auch bei uns in den Chat getan. Da glaube ich schon, diese Sub-Teams, die da sehr stark auch zusammenarbeiten, und es sind natürlich auch die Führungspersonen gefragt, die das dann auch fördern und diesen Austausch schaffen mit den Leuten.

Carlo Badini: Was habt Ihr jetzt bei PWC eingeführt damit Ihr die Community-Management-Kultur, obwohl nicht jeder in dem Büro sitzt, fördern könnt?

Michaela Christian Gartmann: Gut bei uns ist ja der normale Alltag so, dass die meisten Mitarbeitenden vor Ort bei den Kunden sind und von dem her haben wir eben auch sonst das Thema, dass wir ja mit den Gefässen arbeiten müssen, wo man sich auch immer wieder alle miteinander sieht. Und was wir jetzt in der Krise gemacht haben, ist einerseits, wir haben Webcasts mit unserem CEO, wo er regelmässig auch Updates gibt und wo Mitarbeitende auch Fragen stellen können. Wir haben regelmässige Kommunikationen auch von unserem Krisenstableiter zu der ganzen Krisensituation, zu allen Vorkehrungen, die wir treffen. Und wir haben aber auch verschiedene Kommunikationsmethoden gewählt, die wir jetzt auch neu ausprobiert haben. Wir haben beispielsweise eine neue interne Plattform lanciert für unsere Kommunikation. Das war schon vor der Krise der Plan, ist aber jetzt Gold wert, weil es uns eben auch erlaubt viel interaktiver mit den Leuten zu reden, und das hilft uns jetzt genau in dieser Krise, um eben auch gut verstehen zu können: Was sind die Bedürfnisse von den Leuten? Was brauchen sie? Und das ist wirklich super.

Carlo Badini: Die interne Plattform, die wird genützt von den Mitarbeitern?

Michaela Christian Gartmann: Ja. Ja. Und man hat dort auch die Möglichkeiten als Communities zu arbeiten, und jetzt gerade auch im Rahmen von Gesundheit haben wir ein Programm: be well, work well. Und wir haben jetzt dort auch alle Aktivitäten aufgrund von den Rückmeldungen der Leute, eben genau jetzt über diese Plattform, anpassen können. Und wir haben jetzt dort auch verschiedene Sachen getestet. Was ist das, was die Leute brauchen, was sie unterstützen. Und haben dort beispielweise wöchentliche Sessions zu Themen, die die Leute sich wünschen und können so natürlich sehr gezielt jetzt auch einen Mehrwert bieten für Leute in dieser Situation.

Carlo Badini: Dänu wie macht Ihr es? Habt Ihr auch Whatsapp, oder habt Ihr Slack? Gut ich nehme an Ihr habt sonst schon irgendwie-.

Daniel Aebersold: Also bei uns ist / im Einsatz und dort haben wir natürlich die einzelnen Channels, die bei uns auf unsere Kreisstruktur passen, die wir schon vorher sehr stark gelebt haben mit Chats, mit der Datenablage aber auch mit Telefon, Videokonferenz und so weiter. Das läuft. Also ich sage jetzt einmal der operative Austausch bei uns, der ist nicht anders als sonst. An dem mussten wir nicht viel ändern, weil wir das vorher schon so gelebt haben und das konnten wir einfach weiterziehen. Was man aber schnell gemerkt hat, ist, dass man nebendran überlegen muss: Wie bringen wir es fertig, dass wir trotzdem diesen Zusammenhalt spüren? Dass man sich nicht nur operativ, sondern als Unternehmen auch informell austauschen kann. Und da haben wir einige Sachen recht schnell in das Leben gerufen. Zum Beispiel haben wir ganz einfach einen durchgehenden Termin für alle Mitarbeiter, der heisst Kaffee-Eck. Der ist immer. Wenn sich jemand einklinkt in diesen Kaffee-Eck, das ist einfach ein virtueller Raum, dann sieht das jeder. Wenn man sieht ah jetzt hat sich gerade der / eingeklinkt oder wer auch immer, ich will mit dem schnell reden, dann geht er auch schnell in dieses Kaffee. Dann gibt es einen gewissen Austausch, als kleine Kompensation von dem Ganzen, was sehr einfach ist, was man nicht managen musste, sondern einfach steht.

Carlo Badini:  (unverständlich 0:18:50) dieses Feature?

Daniel Aebersold: Sorry jetzt habe ich Dich nicht verstanden.

Carlo Badini: Wie konsequent wird das Feature gebraucht? Jetzt das Kaffee-Eck  zum Beispiel.

Daniel Aebersold: Den ganzen Tag. Immer wieder sieht man jetzt geht jemand rein, zwei, drei gehen mit und dann wird zehn Minuten ein bisschen diskutiert. Und dann ist wieder niemand mehr dort. Also das wird sehr gut und rege genutzt. Das ist etwas, das feggt. Was wir nachher noch auf die Beine gestellt haben, weil die Kulturschaffenden, Komiker und so weiter, die haben im Moment auch nicht gerade viel Gelegenheit, um etwas verdienen zu können, oder sich auf einer Bühne zu zeigen. Jeden Donnerstagabend machen wir so einen Call, da laden wir jemanden ein und dann gibt es für eine halbe Stunde einen Muntermacher, so haben wir dem gesagt. Da haben wir einen Komiker oder irgendeinen Künstler, der uns ein wenig unterhaltet. Einfach auch wieder, dass wir an etwas arbeiten konnten, neben dem Operativem, das einfach läuft und halt ein wenig Abwechslung gibt. Oder vor einigen Tagen ist eine Foto-Challenge vom Home-Office entstanden, da hat jemand angefangen sich zu fotografieren und dann hat das im Team eine solche Dynamik gegeben und alle haben sich fotografiert im Home-Office und wir haben das zusammengestellt. Solche Sachen sind entstanden, es feggt, weil ich das Gefühl habe es denken alle ein wenig mit, wie wir es fertig bringen , dass wir trotzdem einen solchen Zusammenhalt beibehalten können auch jetzt in dieser ganzen Zeit.

Carlo Badini: Werden bei PWC die Kanäle oder das Intranet, das Ihr aufgestellt habt, auch für private oder nicht nur business-kontext-bezogene Diskussionen verwendet? Weil wir hatten am Anfang Schwierigkeiten, um so lustige Themen aufzugleisen, weil doch immer, wenn man sich halt trifft in einem Meeting, dann ist immer zuerst einmal das Business im Vordergrund. Und dasselbe ist bei uns. wir haben ein Intranet, eine Kommunikationsplattform, da ist immer zuerst einmal das Business das Thema im Vordergrund. Wir haben dann versucht langsam ein wenig, in den letzten paar Jahren, wirklich ein solches Community Feeling aufzubauen. Was wir zum Beispiel machen und was sehr gut funktioniert, ist, einmal in der Woche bekommt jeder eine Frage zugestellt: Was hat Dich diese Woche inspiriert? Und dann kann man ein Video reinposten oder einen Blogartikel, den man gelesen hat oder irgendetwas und dann können die Leute darauf reagieren. Das funktioniert sehr gut zum Beispiel. Aber ansonsten hatten wir immer ein wenig Schwierigkeiten, dass diese doch formellen Kanäle irgendwie ab und zu auch für das Lustighaben gebraucht werden. Wie ist das bei Euch?

Michaela Christian Gartmann: Ja das ist auch meine Erfahrung. Also was ich jetzt sehe, ist, dass gerade in diesen Communities drin, dort findet dann natürlich ein Austausch statt zu diesen Themen. Also beispielsweise diese erwähnte „be well, work well“ Community, dort tauscht man sich dann beispielsweise aus. Was sind so Tipps, um gut im Home-Office arbeiten zu können. Und natürlich gibt es dort dann auch einmal persönliche Kommentare. Aber jetzt so, ich sage als informellen Kanal, für das ist diese Plattform noch nicht geeignet, vielleicht entwickelt sich das auch noch. Und dort sehe ich, dass wir jetzt mehr mit speziellen Gefässen arbeiten. Also beispielweise habe ich mit meinem Team einmal im Monat ein Frühstück und das halte ich jetzt virtuell ab und dort ist dann wirklich der informelle Austausch. Ich finde es auch sehr spannend, oder jetzt sieht man ja allen heim, und von dem her gibt das nochmals eine andere Nähe. Und dann läuft halt jemand durch, der auch in dem Haushalt lebt, oder Kinder kommen an den Bildschirm. Und das gibt wie nochmals eine andere Nähe und das ist von dem her ungezwungener. Mir fällt auch auf, dass durch das, eben jetzt auch einfach in diesem Austausch, und weil es halt jetzt auch viel weniger eine Trennung gibt zwischen dem beruflichen Alltag und dem Leben, dass das noch mehr ineinander reinfliesst. Dass das von dem her dann auch wie mehr Platz einnimmt. Und das finde ich eine schöne Entwicklung.

Carlo Badini: Stimmt, das habe ich mir gar nie überlegt, Videochats, vielleicht nicht gerade wenn man einen artificial Background hat, sind eigentlich sehr intim. Man sieht in das Wohnzimmer oder in das Arbeitszimmer.

Michaela Christian Gartmann: Genau.

Carlo Badini: Stimmt ja.

Michaela Christian Gartmann: Und es gibt auch immer wieder spannende Einstiege und von dem her finde ich ist eigentlich der informelle Teil durch jetzt dieses Arbeiten, so wie wir arbeiten, stärker geworden. Ich finde es auch spannend, ich habe in meinem Team Leute, die an unterschiedlichen Standorten sind. Und die meisten Mitarbeitenden sind in Zürich. Und jetzt gerade diese Leute an anderen Standorten sagen, sie fühlen sich jetzt viel mehr integriert, weil sie eigentlich die Leute viel öfters sehen als vorher. Weil vorher war es eigentlich so, man hat sich dann face-to-face getroffen und die anderen haben sich dazu geschalten, aber es war nicht dasselbe. Und das fand ich jetzt einen sehr spannende Entwicklung, dass diese Leute sich verbundener fühlen, weil die Situation für alle eben die gleiche ist. Man wählt sich ein, man sieht dann einander in die Stube rein oder in das Büro und man bekommt halt auch viel mehr mit, wie das Leben von den einzelnen Kollegen aussieht.

Carlo Badini: Gianina habt Ihr es auch hinbekommen, dass informelle Austausche stattfinden?

Dr. Gianina Viglino-Caviezel: Ja das ist dann mehr bei uns in den Teams. Es ist wirklich so, unser Tool lässt das im Moment nicht zu, aber wir verwenden das Internet, dass sich wirklich die Leute austauschen können. Mehr bei den unteren Teams merkt man schon, dass es eine andere Art von Kommunikation, von Zusammenhalt ist. Was mir sehr stark aufgefallen ist so ein wenig das Bedürfnis nach Unterhaltung, gerade so für diese Leute von uns, ich bin die neunte Woche im Home-Office, bedeutet morgens zu einem richtigen Meeting in der Firma gewesen und dann nachher gerade wieder nachhause gegangen. Dass gewisse Leute einfach dieses Bedürfnis nach Gesprächen haben. Dass vielleicht ein Telefonat einmal ein wenig länger geht als sonst und man richtig spürt, dass diese Kollegen erzählen und Smalltalk brauchen und das hat auch sehr stark mit dem zu tun. Und auf der anderen Seite wieder dieser ganze Aspekt von dem Sicherheit geben, gerade bei uns im Team die Corona-Hotline, die wir aufgebaut haben. Da haben wir sehr, sehr stark gemerkt, dass du natürlich unterschiedliche Charaktere hast in einer solchen Krise. Die Einen sind sehr stark und können sehr gut mit dem umgehen und denen reicht das, wenn die Informationen vom Bund kriegen am Nachmittag in den Pressekonferenzen. Und dann gibt es aber auch andere Mitarbeiter, die wirklich Angst hatten und Sicherheit brauchten. Dann war es halt auch unser Job, und das hat auch zu dem Kultur-Building gehört, um uns diese Zeit zu nehmen, um Fragen drei- oder vier- oder fünfmal zu beantworten. Jetzt habe ich es doch ein paar Mal gesagt.  Wirklich diese Sicherheit zu geben und den Leuten vermitteln, ihr seid in diesem Prozess nicht alleine unabhängig, ob der eine alleine im Home-Office ist und sich vielleicht ein wenig einsam fühlt, oder der andere vor Ort arbeitet und vielleicht Angst hat vor dem Arbeitsweg. Dass man wirklich versucht die Leute dort abzuholen, wo sie stehen und gemeinsam durch die Krise durchgeht. Das sehe ich sehr stark als Aufgabe im Krisenmanagement von unserer Seite der Kultur.

Carlo Badini: Ich habe es bei mir selber gemerkt, das habe ich schon das letzte Mal gesagt. Ich habe plötzlich angefangen Leute ohne spezifische Agenda anzurufen. Irgendwann, wenn man nur seine vier Wände um sich hat und niemanden zum Reden, dann forciert man den Kontakt. Und dann habe ich einfach angefangen Mitarbeiter anzurufen ohne konkreten Punkt. Um zu fragen wie es geht und was sie machen. Und ich habe auch sehr konsequent angefangen, was sich jetzt gut bewährt hat, vor allen Meetings , die wir haben, und die doch immer sehr schnell wieder business-bezogen sind, mir einfach fünf Minuten Zeit zu nehmen und zu fragen wie es geht, was sie machen. So diesen Watercooler-Talk immer vor die Meetings zu verschieben. Dass wir dann einfach immer kurz eine Verschnaufpause haben und um sich schnell informell ein wenig auszutauschen, wie es bei uns zuhause läuft. Was fehlt Euch, oder wo merkt Ihr, dass der persönliche Austausch und der persönliche Kontakt in der Unternehmenskultur und –entwicklung, was fehlt Euch? Was wird das Erste sein, wenn Ihr wieder zurück zur Normalität geht, was Ihr einführt?

Michaela Christian Gartmann: Also einführen, ich freue mich einfach wieder auf den persönlichen Austausch. Für mich ist diese Situation ein wenig wie eine neue Sprache zu lernen. Wenn ich in einen Raum reingehe, dann sehe ich die Gruppendynamik, ich sehe wie es den Leuten geht. Ich sehe wie man zusammen an einem Thema arbeitet. Und das ist natürlich jetzt in einem rein virtuellen Set-Up viel schwieriger. Gerade wenn mehrere Leuten zusammen  in einem Video Call sind, dann ist das einfach schwieriger und auf das freue ich mich. Es gibt aber auch viele Sachen, wo ich hoffe, dass man die wirklich herübernehmen kann. Ich war zum Beispiel sehr beeindruckt, wie man innerhalb einer so kurzen Zeit einen Wandel machen konnte und ich glaube das ist auch etwas, was einem extrem zusammenschweisst. Ich erlebe das auch, dass die Leute absolut Extrameilen gehen und zusammen wirklich diese Zeit durchstehen und das schweisst auch zusammen. Ich glaube das ist etwas, was eine unglaubliche Ressource ist für später, auch wenn man mal sieht wie schnell man sich in eine völlig neue Situation zurechtfinden kann. Das ist eine unglaubliche Ressource, wenn man das sieht.

Carlo Badini: Was nehmt Ihr mit, also gibt es konkrete Abläufe oder Tools oder Rituale, die Du jetzt mitnehmen würdest in die neue Welt, wenn es wieder zurück zur Normalität geht, konkret?

Michaela Christian Gartmann: Also ich glaube das eine ist wirklich das virtuelle Zusammenarbeiten. Im Moment findet ja bei uns alles virtuell statt. Das gibt jetzt sicher auch nochmal neue Möglichkeiten, dass man das Gefäss gefunden hat, wo man vielleicht vorher wie den Eindruck hatte, das würde nicht funktionieren. Von dem her glaube ich wird das auch nochmals einen neuen Mindset generieren im Bezug auf Flexibilität und Mobilität. Ich denke das ist sicher etwas Wichtiges, was man auch mitnehmen muss. Ich denke jetzt gerade für diese Leute, die örtlich nicht am gleichen Ort arbeiten, wie in meinem Team, was ich vorher kurz dargelegt habe, dass man dort wirklich schauen muss, dass man diesen regelmässigen Austausch hat, wo man sich eben auch sieht. Und dort kann ich mir sehr gut vorstellen, dass diese Gefässe, die wir haben, Google Hangout jetzt in unserem Fall, an diesen Themen arbeitet, dass das auch weiter Bestand haben wird. Ich denke auch so, also das wünsche ich mir auch, den persönlichen Bezug, weil man halt einfach viel mehr voneinander sieht. Kinder bekommen auf einmal ein Gesicht et cetera, das finde ich etwas, was eine stärkere Verbundenheit gibt, was man unbedingt bewahren muss. Aber bei den Gefässen ist es für mich mehr im Bereich des virtuellen Zusammenarbeiten, weil wir jetzt auch zusammen beispielsweise an Projekten arbeiten, wo ansonsten schon auch unser Alltag ist, aber jetzt weil alle im Home-Office sind einfach nochmals eine andere Form hat.

Carlo Badini: Dänu, ich nehme an bei Euch, Du hast gesagt Ihr wart schon mehr oder weniger gleich aufgestellt technisch-

Daniel Aebersold: Ja klar aber es hat natürlich schon Unterschiede. Also im Moment beispielsweise mit den Kunden zusammen arbeiten, wir arbeiten ganz anders. Früher haben wir uns immer gesehen und sind im gleichen Raum möglichst zusammen gewesen. Heute erfolgen viele Meetings auch virtuell, dass wir mit dem Kunden zusammen arbeiten können. Wir haben Anstellungen im Moment getätigt, wo man noch gesagt hat, ja gerade vor dem Abschluss wollte man noch, dass jemand diese Person gesehen hat und dass diese Person vielleicht auch einmal das leere Büro einmal gesehen hat, bevor man sie anstellen kann. Es haben sich einige Dinge verändert. Ich hoffe, dass wir von dieser Zeit mitnehmen, dass wir gezielter überlegen: Was wählen wir? Welchen Kanal wählen wir? Ist jetzt eine Reise durch die Schweiz der Weg, um eine Stunde zu diskutieren? Oder ist es jetzt im Moment sinnvoller, wenn wir das virtuell machen, wo wir jetzt gesehen haben, dass das funktioniert. Aber dann auch in diesen Bereichen wo man merkt, dass miteinander ein Feierabendbier zu nehmen halt schon schöner ist, wenn man im gleichen Raum ist und wenn man wirklich miteinander anstossen kann, zu den Leuten stehen kann und ihnen in die Augen schauen kann ohne Kamera. Das ist einfach schöner und da hoffe ich einfach, dass wir das Gute mitnehmen aus dieser Zeit, die uns jetzt gezwungen hat, einen Schritt zu gehen und das dann auch beibehalten. Und nicht einfach wieder zurückgehen auf Null.

Carlo Badini: Ja ist witzig, dass Du das sagst, das ist so unsere Hoffnung, was wir intern besprochen haben. Bei uns hat Remote-Work immer beim Kunden aufgehört, weil der Kunde meistens eine physische Zusammenarbeit angestrebt hat. Jetzt plötzlich hat es ohne Probleme funktioniert und plötzlich haben alle eingesehen, dass es gut funktioniert ein Meeting online zu halten, vor allem wenn es nur business-orientiert ist. Und unsere Hoffnung ist so ein wenig, dass wir in Zukunft vermehrt die Kundenarbeit digital gestalten können, das wäre natürlich super. Bei uns ist es sicher so, wir haben einmal pro Jahr ein Retreat, wo die ganze Firma für eine Woche irgendwo hingeht. Das wäre im Juni oder Juli wieder der Fall gewesen. Da wären wir alle nach Kroatien, das ist jetzt natürlich auch ins Wasser gefallen. Auf das freue ich mich wieder sehr. Das ist immer eine wahnsinnig wichtige Zeit, dass wir uns besser privat kennenlernen. Das schweisst immer wahnsinnig zusammen. Ich glaube für uns die ganze Krise, vor allem für die Schweizer Mitarbeiter, die sich doch regelmässig gesehen haben, obwohl sie nicht unbedingt müssen, hat es gezeigt, ich glaube es hat uns nochmals besser in die Schuhe versetzt, wie Michaela gesagt hat, von denen, die nicht im Office sind. Die digitale Kultur hat es glaube ich grundsätzlich gefördert, weil alle im gleichen Boot sitzen und man schauen musste, dass man ein wenig Sorge trägt zueinander. Gianina was nehmt Ihr mit?

Dr. Gianina Viglino-Caviezel: Bei uns ist es ein wenig geteilt. Einzelne Abteilungen, ein Grossteil unserer Firma, die werden auch in Zukunft nicht remote arbeiten können. Dort ist es einfach kein Thema. Ich kann mich da anschliessen bei dem, was Ihr gesagt habt. Wir freuen uns alle, uns wieder zu sehen und wieder zur Arbeit zurückzukehren. Es geht auch darum, dass das Digitale funktioniert und das mitzunehmen. Dass man sich auch in Zukunft überlegt welches Tool das richtige ist. Was in unserem konkreten Fall sicher ein Thema ist durch das wir gerade in einer Kulturtransformation sind, was eigentlich 2020 unter dem Titel gestanden wäre jetzt bezüglich Workshop vom Staat und die Verankerung von diesen Werten in ganz Europa, einmal als Zielsetzung von diesem Jahr. Ist natürlich in das Wasser gefallen,  wir konnten tatsächlich aber beweisen, dass wir gewisse von diesen Werten leben können und zeigen können, als Vision, aber auch, dass wir aktiv kommunizieren.  Der Nachhaltigkeitsaspekte, dass wir unsere Beatmungsgeräte nicht dort abgeben, wo wir am meisten Geld kriegen, sondern dort, wo es am meisten Need gegeben hat. Dieser positive Aufschwung, den werden wir sicher mitnehmen bei uns im HR-Team, um diese Arbeit der Verankerung der Werte noch / können. Und zu sagen, hey wir haben nicht das gemacht, was wir wollten dieses Jahr, aber wir haben sehr viel in der Kultur und das was wir sind, unsere Identität, und Kultur ist ja nichts anderes als Identität, Charakter, die DNA von einem Unternehmen, konnten wir sehr stark positiv daran arbeiten. Diesen Aufschwung würde ich mir sehr wünschen, wenn wir diesen neben all den anderen positiven Aspekten mitnehmen könnten und in der nächsten Zeit nach Corona vorantreiben könnten.

Carlo Badini: Super ich glaube das ist ein sehr schöner Abschluss. Ich habe in den Chat geschaut, in den Question-Answer-Chat, da ist dieses Mal nicht viel reingekommen, respektive gar nichts, sonst hätten wir es aufgegriffen. Das ist natürlich auch völlig okay. Ich glaube an dieser Stelle würde ich mich recht herzlich bei Euch Dreien bedanken. Merci vielmal für diese sehr spannende Diskussion. Den Zuschauern danke ich natürlich auch sehr für das Einschalten und jetzt dieses Mal vor allem das Zuhören. Wenn Ihr den Live-Stream nochmals anschauen wollt, könnt Ihr das auf der SEF.Talk Website machen. Falls Ihr mehr zum Thema Remote-Work wissen wollt, könnt Ihr unseren Remote-Work-Guide herunterladen auf cleverclipstudios.com/remoteworkguidefürunternehmen. Ist ein wenig lang. Der nächste SEF.Talk findet wieder in einer Woche zur gleichen Zeit statt. Könnt Euch also bereits wieder eintragen und Euch den Slot reservieren, zum Thema Leadership mit der Remote-Workforce. Dabei werden sein: Dr. Felix Graf, CEO von der NZZ, Beat Bühlmann, Leiter KMU Swisscom, Dr. Christian Keller, CEO IBM Schweiz. Freut Euch also wieder auf einen sehr spannenden Austausch, bis dann wünsch ich Euch alles gute, bleibt gesund und auf Wiederschauen  miteinander.

Mit Ihrem Netzwerk teilen

Der Cleverclip Blog

Sie sind am Ende angelangt. Aber wir können Sie gerne über neue Inhalte informieren.

Herr
Frau

Verwandte Themen