MYTHS gegen FACTS: Längen für Erklärvideos

Bei Erklärvideos gibt es Richtlinien, wie lange diese sein sollten. Ganz nach dem Prinzip: “In der Kürze liegt die Würze”. Wieso ist das so?

Der Mensch hat bei täglich konsumiertem Content eine Aufmerksamkeitsspanne von circa acht Sekunden. Genannt: Goldfisch-Syndrom. Wir entscheiden sehr schnell darüber, ob wir ein Video weiterschauen oder eben nicht.

Es gibt Faustregeln, für welchen Kanal welche Zeitspanne am besten geeignet ist. Diese Guidelines wurden lange Zeit nicht gebrochen und jeder hat versucht, sich daran zu halten.

Videos zur internen Nutzung:

Bei Videos, welche intern – für Mitarbeiter – eingesetzt werden, sollten drei Minuten nicht überschritten werden. Da diese Zielgruppe die Infos gerne auch als Ausbruch aus dem Arbeitsalltag sieht und bereits ein generelles Interesse an den Themen mitbringt, dürfen sie gerne etwas länger sein. Aber auch diese Inhalte, die nicht nach aussen kommuniziert werden, sollten nicht zu langweiligen Kurzdokumentationen werden.

Videos für Webseiten:

Erklärfilme, die Produkte oder Services auf Webseiten erläutern oder bewerben sollen, halten am besten die zwei-Minuten-Regel ein. Der erste Schritt wurde gemacht – der Zuschauer ist auf deiner Website gelandet, er hat also Interesse. Jetzt gilt es, ihn nicht zu vergraulen! Also: Bring deine Informationen auf den Punkt – und zwar kurz, knackig und klar.

Videos für Social Media:

Auch wenn die Meinungen hier auseinander gehen – grundsätzlich gilt: unter 30 Sekunden. Die wichtigste Message platzierst du aber in den ersten fünf Sekunden. Was dann folgt, ist je nach Kanal unterschiedlich:

twitter: Hier sollte gar nichts weiter folgen. Eine simpel animierte Infografik oder GIFs – mehr braucht es nicht. Manchmal reicht auch ein aussagekräftiges Bild mit einem passenden kurzen Claim.

Instagram: Von 20 Sekunden bis hin zu einer Minute kannst du dich hier austoben. Ehrlich gesagt, für Instagram gilt sowieso eher: “It’s all about the looks”. Hauptsache, es sieht ansprechend aus und ist nicht länger als 60 Sekunden – Instagram’s Zeitlimite.

Facebook: Bis anhin galt die Regel, dass Videos am besten um die 30 Sekunden lang sein sollten. Die Herausforderung, die uns bei Facebook erwartet, ist die Scroll-Mentalität. Videos müssen sehr schnell Aufmerksamkeit generieren, damit der Zuschauer innehält und sich das Video auch ganz ansieht.

Diese Regeln wurden bis anhin akribisch eingehalten, auch, da die Zuschauer sehr strikte damit sind, was sie sich ansehen und was nicht. Seit kurzer Zeit kann man aber einen Gegentrend beobachten. Laut Marketing-Experten werden richtig packende Videos angesehen – ziemlich unabhängig von diesen Faustregeln. Ist ein zwei-minütiges Video also wirklich packend und visuell perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten, wird es vielleicht auch auf Facebook bis zu Ende geschaut.

Die Schlussfolgerung? Halte dich an die Faustregeln. Bist du aber wirklich überzeugt davon, dass kein Wort deines Videos gestrichen, keine Sekunde weniger vom Bild gezeigt und keine Bewegung deiner Animation gestrichen werden kann, riskiere es! Du wirst schnell merken, ob deine Zielgruppe auch so begeistert von deinem Resultat ist – und vielleicht schauen sie es ja wirklich zu Ende, obwohl es laut Faustregeln 5 Sekunden zu lang ist.

Wie du ein zielgruppengerechtes Video erstellst, kannst du im Blog Artikel “Unser Geheimnis für ein perfektes Erklärvideo” lesen.

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