Das wichtigste Design-Prinzip und wie man es anwendet.

Das muss herausgestrichen werden!

Ganz klar: Design ist wichtig. Das war immer schon so. Schliesslich zählt der erste Eindruck, und den bekomme ich in 99% der Fälle über meine Augen. Gutes Design fällt auf, spricht mich an. Vielleicht fordert es mich heraus, oder provoziert mich sogar.
Etymologisch macht das durchaus Sinn: Das Wort “Design” hat – wie so viele noch heute genutzte Ausdrücke – seine Ursprünge im Lateinischen. “Designare” ist ein Verb und bedeutet direkt übersetzt so viel wie “herausstreichen” oder “hervorheben”. Und hey, genau darum geht es beim Design doch … oder etwa nicht?

Das Problem enthält die Lösung

Tatsächlich scheint “Design” ein Wort zu sein, das sich häufig bloss auf die visuelle Komponente eines Gegenstandes bezieht. Doch: Das scheint sich allmählich zu ändern.

Unsere Technologie wandelt sich mit wahnsinniger Geschwindigkeit. Noch vor zwanzig Jahren konnte man sich kaum vorstellen, dass im Jahre 2016 jeder Mensch im Westen ein Gerät bei sich trägt, mit dem er Zugriff auf unendlich viele Informationen hat, mit dem er von unterwegs jeden anderen Menschen erreichen kann und mit dem er sogar Medien herstellen und in die gesamte Welt versenden kann. Heute sind Virtual Reality und Automatisierung gross im Kommen, und wir können nicht vorhersagen, wohin uns das alles führen wird. Das Produkt, welches in 5 Jahren unser Leben beeinflussen wird, wurde höchstwahrscheinlich noch nicht einmal erfunden.

Auch unsere Generation wird sich mit Problemen wie Überalterung, Umweltverschmutzung oder Verkehrsüberlastung herumschlagen müssen. Wie stellt man sich also all diesen grossen Herausforderungen? Die Lösungen dazu müssen designt werden und dafür braucht es viel Kreativität.

Design ist nicht nur eine Hülle

Früher hatte Design eher eine Nebenrolle. Man wusste zwar, dass ein Produkt gut aussehen muss, um bemerkt (und gekauft!) zu werden. Aber das war es dann auch schon. Deshalb wurden Designer immer erst am Schluss des Produktionsprozesses mit einbezogen, quasi um dem Produkt “den letzten Schliff” zu geben. Das waren dann meist auch professionell ausgebildete Designer, die ausschliesslich für das Aussehen des Produktes verantwortlich waren.
Um die Lösungen von morgen zu kreieren, ist es aber sehr wichtig, viel Kreativität am Tisch zu haben. Und das nicht erst am Ende eines Projektes, sondern dann, wenn es initiiert wird. Darum werden Designer heutzutage schon ganz am Anfang in den Prozess miteinbezogen, damit sie ihre Einsichten und Ideen einbringen können.

Warum jedes Team einen Designer haben muss

Designer werden also immer wie mehr von Beginn weg involviert. Bei Cleverclip ist es genauso. Stehen wir mal wieder vor dem Problem, wie man einen Sachverhalt so verständlich wie möglich erklären könnte, werden alle Beteiligten gleich beim Start mit ins Boot geholt. Jeder entwickelt für sich selber Ideen, wie man das Problem gekonnt angehen könnte. Jeder “designt” praktisch eine mögliche Lösung: Texter, Zeichner, Motion Designer, Projektleiter … Alle werden angespornt, lösungsorientiert und mit der Zielperson im Kopf Lösungen zu entwickeln.

Auf diese Weise finden wir innovativere Lösungen für Probleme. Das Ergebnis ist anders, bisweilen sogar überraschend, wenn nicht nur Leute einer einzigen Berufsgattung sich einbringen.

Der Designer von morgen sieht die Probleme durch eine kreative Linse und hilft so, neue Produkte und neue Geschäftsformen zu entwickeln und innovative Lösungen beispielsweise für Umweltprobleme zu finden.

Kreativität durch Design.

Das Design der Zukunft

“Design” stammt vom Wort “hervorheben”. Und genau so wollen wir Design in unserem Arbeitsalltag nutzen: Um den Kern einer Aussage herauszustreichen und diese verständlich zu machen. Nicht, um ein Produkt, einen Geschäftsprozess o.ä. einfach “schön” aussehen zu lassen. Dies – davon sind wir überzeugt – ist die zeitgemässe und erfolgversprechende Verwendung von Design.

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