6 Tipps für dein eigenes Erklärvideo

Ein Erklärvideo selbst machen, ist kein Hexenwerk. Was du dazu brauchst, ist etwas Zeit, Muße und die richtigen Tools. Hier sind ein paar Tipps, mit denen dein Erklärfilm zu einem vollen Erfolg wird.

1. Betrachte Deinen Gegenstand

Bevor du anfängst, wild an einem Sprechtext zu schreiben, solltest du dir ein paar Gedanken machen. Zum einen über die Zielgruppe – also den Empfänger deines Videos – und zum anderen über das Thema selbst.

Die Zielgruppe

Du willst einer bestimmten Gruppe etwas erklären. Das funktioniert am besten, wenn Du Dich genau in diese Zielgruppe hineindenkst. Am besten zeichnest du dir eine Musterperson auf ein Blatt Papier und fügst die wichtigsten Attribute hinzu. Zum Beispiel das Alter, das Geschlecht, den Beruf, die Interessen und vor allem das vorhandene Vorwissen zu deinem Thema. Du willst deine Zuhörer schließlich weder langweilen, noch überfordern.

Das Thema

Wie die Zielgruppe, solltest du auch dein Thema noch mal genau untersuchen. Was genau sind die wichtigsten Eigenschaften, was hat es für Vorteile – vor allem in Bezug zu deiner Zielgruppe.

2. Entwickle Ideen

Mit dem Hintergrundwissen, welches du dir jetzt erarbeitet hast, kannst du nun losgehen und Ideen entwickeln. Selten ist die erste die beste. Versetze dich am besten in die Musterperson, die du im vorherigen Schritt entwickelt hast und überlege dir, wie sie am liebsten das Thema erklärt bekommen würde. Skizziere dabei ruhig mehrere Ideen an. Damit auch wirklich die beste Idee zum Vorschein kommt. Wir verwenden dafür meistens realtimeboard.

3. Schreibe einen Sprechtext

Du hast dich für ein Konzept entschieden? Prima. Dann kannst Du jetzt anfangen, das Voice Over zu schreiben. Das ist der Text, der hinterher so im Erklärfilm zu hören ist. Das solltest du beim Schreiben immer im Hinterkopf behalten und deswegen möglichst kurze Sätze verwenden. Rundfunkanstalten beispielsweise versuchen, keine Nebensätze zu verwenden und die Länge der Sätze auf unter 18 Wörter zu beschränken. Beachtest du diese Grundsätze, läufst du nicht Gefahr, die Zuhörer zu verwirren. Und dabei immer auch die Grundsätze des Storytellings beachten!

4. Gestalte ein Storyboard

Dein Sprechtext ist fertig und du bist damit zufrieden? Dann geht es jetzt ans Storyboard. Dafür musst du kein Zeichen-Genie sein. Es reicht, wenn erkennbar ist, was du zeichnest.
Du nimmst, wie auf der Grafik, die einzelnen Absätze deines Textes und entwickelst dazu Bilder, die die gesprochenen Worte unterstützen. Denn es ist erwiesen, dass Inhalte, die visuell und gleichzeitig auditiv aufgenommen werden, leichter Zugang zu deinem Gedächtnis finden und dort auch länger bleiben. Das Storyboard ist übrigens ein unausweichlicher Schritt. So findest du sofort heraus, ob deine Bildideen zur Geschichte passen und du musst keine aufwändig angefertigten Illustrationen im Nachhinein verwerfen.

5. Voice Over aufzeichnen

Wenn du nicht gerade eine professionelle Sprecherin oder ein professioneller Sprecher bist, hast du vermutlich kein kleines Tonstudio zu Hause. Je nach den Ansprüchen an dein Video kannst du aber natürlich trotzdem dich selbst mit deinem Computer aufzeichnen – oder etwas Geld in einen Profi investieren. Den findest du ganz einfach im Internet.

Zum Beispiel auf:
bodalgo.de
voice123.com
voicebase.de

oder für ganz kleines Budget auf fiverr.com

6. Zeichnen und Animieren


Ähnlich wie mit dem Sprechtext, ist es mit dem Zeichnen und Animieren. Wenn du kein Motion Designer oder Whiteboard-Artist bist, wird es verhältnismäßig aufwändig, deinen eigenen Clip zu animieren. Es sei denn, du verwendest eines dieser Online-Tools:

goanimate.com
mysimpleshow.com

Mit Hilfe dieser Webapps kannst Du relativ einfach deinen eigenen Erklärfilm gestalten. Passend zu deinem Thema werden dir vorgefertigte Zeichnungen angeboten, die du dann verwenden kannst.

Ich hoffe, du hast in den letzten 5 Minuten ein paar hilfreiche Tipps aufschnappen können. Wenn du dazu noch weitergehende Fragen hast, kannst du gerne die Kommentarfunktion verwenden.

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